… Japan

Auf einen Blick:

  • Hauptstadt: Tokyo

  • Sprache: Japanisch

  • Währung: Yen

  • Einreisebestimmungen: Visa on Arrival für Deutsche für 90 Tage, Ausreiseticket muss vorgelegt werden

  • Reisezeit: ganzjährig

Japan - aus Altchinesischen Aufschreibungen ‘das Land der aufgehenden Sonne’. Tradition trifft auf Morderne, so ist Japan nicht nur ein Land, sondern vielmehr eine ganze Welt für sich und mit keiner anderen Destination vergleichbar. Das Land besteht aus 6.800 Inseln, wobei 4 der Inseln die am meisten besiedelten sind; Hokkaido, Honshu, Kyushu und Shikoku.

Japan vereint Tradition und Moderne wohl auf eine Art und Weise, die uns immer wieder staunen ließ. Gerade in Bezug auf Technologie ist Japan weltweit eines der führenden Länder. Tatsächlich war dies für mich aber gar nicht neu, denn während meines Jobs als Abteilungsleiter in einer Lebensmittelproduktion durfte ich mit japanischen Werkzeugen arbeiten. Nicht aber mit physischen Werkzeugen, sondern mit Methoden und speziellen Arbeitsweisen - auch eine Welt für sich. 

Wie für seine Technologie ist das Land aber ebenfalls für seine Kultur bekannt. Mehr als die Hälfte der Einwohner gehören dem Shinto-Glauben an. Shinto bedeutet auf Japanisch ‘Weg des Göttlichen’. Landesweit gibt es mehr als 81.000 Shinto-Schreine und in den großen Metropolen wie Tokyo oder Osaka mitten im Trubel der Stadt plötzlich die Ruhe eines solchen Schreines genießen zu können ist ganz besonders. Für Faszination sorgt aber auch die japanische Etikette und die kulturellen Regeln, die so anders sind, als bisher Bekanntes. Um sich als Tourist immer angemessen verhalten zu können, sollte man sich im Vorhinein zumindest etwas damit beschäftigen. In Japan gilt es beispielsweise als unhöflich, in der Öffentlichkeit während des Laufens zu Essen oder zu Trinken, in der Metro gilt es, nicht zu sprechen und sich auch sonst ruhig zu verhalten, man stellt sich immer in eine Reihe und Schuhe sind beim Betreten von Häusern auszuziehen, dafür stehen dann Hausschuhe bereit. Aber das sind nur ein paar Beispiele für Benimmregeln, weiter unten habe ich die Wichtigsten zusammengefasst.

Japan hat wie Deutschland auch alle 4 Jahreszeiten und jede dieser Jahreszeiten hat seinen Reiz, weswegen es mir schwerfällt, hier eine wirkliche Hauptreisezeit zu empfehlen. Das Land stand nicht immer auf unserer Bucketlist, wenn, dann wollte ich es aber unbedingt zur Kirschblüte bereisen. Die Sakura ist ein wichtiges Symbol in Japan und Nanami, welches die Blütenbetrachtung beschreibt ein wichtiges jährliches Ereignis. Natürlich ist es zur Zeit der Kirschblüte auch besonders voll in Japan, wobei das Land in den letzten Jahren derart an Beliebtheit unter Touristen zugenommen hat, dass es an den Hotspots womöglich immer irgendwie trubelig und voller Menschen ist. Trotzdem war das Frühlingswetter mit Temperaturen bis 20°C natürlich besonders in den Städten ein Traum - nicht zu warm, nicht zu kalt. Würde ich nochmal nach Japan reisen, wäre es allerdings im Herbst. Denn die sich rot färbenden Blätter an den Bäumen lassen mein Fotografenherz einfach nochmal höher schlagen. Aber auch der Winter hat sicher seinen Reiz, ein verschneiter Mount Fuji und die bekannten Schneeaffen, die sich in natürlichen Quellen in Nagano baden sind nur einige Beispiele für diese Zeit des Jahres. 

Aber wo wir schon bei Jahreszeiten sind, die Wertschätzung der Natur ist in Japan tief verwurzelt und so gibt es im japanischen Jahreskalender 24 Unterjahreszeiten und unglaubliche 72 Mikrojahreszeiten. Zu den Unterjahreszeiten gehören Phasen wie ‘Frühlingsbeginn’, ‘Insektenerwachen’; ’Sommerbeginn’, ‘große Hitze’, ‘kleine Hitze’ und Weitere. Die 72 Mikrojahreszeiten erstrecken sind allesamt über 5 Tage. Da gehören z.B. Zeiten wie ‘die Kirschblüte beginnt zu blühen’, ‘die Wildgänse fliegen gen Norden’ und ‘die Bambussprossen sprießen’. Interessant, oder?

Kulinarik

Japan ist neben seine Kultur aber auch für seine Kulinarik bekannt! Sushi und Ramen sind hier wohl die bekanntesten Gerichte. Aber auch Okonomiyaki (Pfannkuchen aus Ei), Mochi und Matcha kommen aus Japan und müssen unbedingt probiert werden. Für alle Fleischliebhaber stehen wohl Wagyu und Kobe Beef ganz hoch im Kurs, spezielle Rindfleischsorten aus Japan. Sicher jeder von uns hat in Deutschland oder anderen Länder zumindest schon mal Sushi, Ramen und Matcha gegessen, aber die Qualität in Japan ist einfach nochmal ein ganz anderes Level. Besonders im Bezug auf Sushi ist hier an Finedining so unglaublich viel geboten, was eine ganz neue Erfahrung von Essen gehen ausmacht. Natürlich hätten solche Restaurants unser Budget gesprengt und wir hielten uns eher an Udon und Soba Restaurants, Sushi aus den Conveniences Stores oder von Frischetheken an denen es bezahlbar war. Und nur um mal ein Beispiel zu nennen: Unserer erste Ramen mit Udon Nudeln aßen wir in einem kleinen Restaurant ines Randviertels in Tokyo. Die Ramen war unglaublich gut, das Restaurant hatte aber nur eine Google Bewertung von 3,3*. Sagt alles über die Qualität des Essens, oder?

In diesen kleinen Shops für Udon und Soba Nudeln ist übrigens alles auf eine Art Schnelligkeit ausgelegt. Man bestellt seine Suppe an einem Automaten und erhält ein Ticket, welches man beim Koch abgibt. Meist erhält man sein Gericht bereits nach ein paar Minuten. Es gibt selten Tische, an denen man es sich gemütlich macht, um einen schönen Abend zusammen zu verbringen, so wie wir es aus Deutschland kennen. Vielmehr sitzt man nebeneinander, isst nur flott seine Ramen und geht dann wieder. Natürlich habe ich keine Erfahrung in beispielsweise teuren Sushi Restaurants gemacht, aber ich kann mir vorstellen, dass man hier eher das Gefühl von “Essen Gehen” vermittelt bekommt.

Vegetarisch ist sicherlich in Japan nicht ganz so einfach. Dennoch wurden wir in vielen Soba und Udon Restaurants fündig. Auch vegetarisches Sushi mit Avocado und Sojabohnen fanden wir ohne Probleme.

Die Conveniences Stores habe ich bereits kurz erwähnt, jene in Japan verdienen aber viel mehr als das, denn die Auswahl an qualitativ hochwertigen Fertiggerichten ist einfach nicht von dieser Welt. Viele kennen sicherlich schon den 7/11 aus Thailand und sein berühmtes Cheese-Sandwich und andere Fertigspeisen, in Japan gibt es aber ein ganze Aufgebot an Udon und Sobanudeln, unglaublich gutes Sushi, Gemüsesuppen, Reisgerichte und vieles mehr. Tagelang ernährten wir uns fast ausschließlich aus den Stores um 7/11, Family Mart und Lawson, die es wirklich an jeder Ecke gibt. Und das nicht, weil es so viel günstiger gewesen wäre als beispielsweise ein Udon Restaurant. Nein, wirklich nur, weil die Gerichte und Snacks so lecker waren. Eine Ramen kann man z.B. im Restaurant bereits ab 3,50€ finden, für die Fertiggerichte und die ganzen Snacks aus dem Convenience Store haben wir sicherlich im Schnitt deutlich mehr ausgegeben. 

Dinge aus den Convenience Stores, die man unbedingt probieren sollte:

  • Sushi mit Tuna Mayo Füllung

  • Ice cream Chocolate Monaka Jumbo, erhältlich in allen Convenience Stores

  • Gefrorener Smoothiemix aus dem 7/11, einfach im im Laden vorhandenen Smoothiemaker zum Smoothie mixen lassen

  • Sämtliche Snacks mit Matcha - es gibt Matcha Brownies, Matcha Schoki usw.

  • Große Windbeutel mit Pudding- und Sahnefüllung

Unterkünfte

Unterkünfte in Japan sind ebenfalls ein Beispiel dafür, dass sich das Land von anderen Reisezielen unterscheidet. Japan ist nicht gerade als Low-Budget Destination bekannt und gerade Unterkünfte können ganz schön is Geld gehen. Wir buchten unsere Übernachtungen ca. 1,5 Monate im Voraus, um etwas an Geld zu sparen. Bis heute bin ich nicht ganz sicher, ob wir vielleicht einfach nur Pech hatten, oder ob der Standard an Komfort im Land einfach ein anderer ist. In 2 Hostels kamen wir in einem Dorm unter. Die Zimmer waren winzig, es gab keine Locker für Wertgegenstände und ‘dünn’ gar kein Ausdruck für die Fülle der Matratzen. Zwei weitere Male hatten wir ein 2-Bett-Zimmer gebucht, welche ok waren. Man konnte sich in den Räumen allerdings kaum umdrehen, so klein waren diese.

Eine ganz besondere Erfahrung ist es, in einem traditionellen japanischen Guesthouse zu übernachten. Schon beim Betreten des Guesthouses werden direkt die Schuhe ausgezogen und gegen Hausschuhe ausgetauscht. Japanische Tradition eben - in den Hotels gab es zwar auch Hausschuhe, aber hier durfte man seine Schuhe dennoch anlassen. Die Zimmer sind mit Merkmalen wie Tatami-Fußböden und einklappbaren Futonbetten ausgestattet. Außerdem bieten die Unterkünfte meist eine Küche und sogar auf der Toilette werden wieder neue Hausschuhe bereit gestellt, um diese auszutauschen. 

Wir kamen in Kyoto in 2 dieser traditionellen Gästehäuser unter und fanden die Erfahrung toll. Dazu muss ich aber sagen, dass die Futonbetten nicht unbedingt für Menschen mit Rückenproblemen geeignet sind. Wir hatten zumindest nicht die besten Nächte, uns tat sogar die Hüfte weh, wenn wir nur auf der Seite lagen.

Transport und Zahlungsmittel

Gerade das Thema Transport war für mich vor der Reise etwas beunruhigend, da ich dachte, es würde schwer werden, sich ich in den Metropolen zurecht zu finden. Um ehrlich zu sein war aber das Gegenteil der Fall. Google Maps funktioniert in Japan einwandfrei und wird zu deinem besten Freund. Das Metrosystem in den Großstädten ist wirklich easy. Generell sind die Beschilderungen immer auch auf Englisch und Google Maps gibt dir wirklich genauestens an, zu welchem Gleis du musst und sogar welchen Ausgang du nehmen musst. Wir fuhren sogar mit einigen Local Bussen vom Mount Fuji zur nächsten Shinkansen-Station und in Osaka und Kyoto in einige nahegelegenen Dörfer - alles ohne Probleme. 

Für die weiteren Strecken z.B. von Tokyo zum Mount Fuji fuhren wir mit dem Busunternehmen Willer und buchten die Tickets online.
Wenn man in Japan ist, kommt man natürlich auch am Shinkansen nicht vorbei, bekannt als einer der schnellsten Züge weltweit mit über 300kmh und das immer on time. Wir nutzen den Rapid von Mishima nach Osaka. Ansonsten kamen wir zum Glück mit den Local Bussen oder der Metro aus. Das war auch gut so, denn eine Fahrt mit den Shinkansen ist wirklich teuer. Wir zahlten für unsere Fahrt ca. 79€ pro Person.

Zahlen konnten wir übrigens ausnahmslos alle dieser Fahrten mit unserer ‘Suica Card’. Man kann diese entweder in physischer Form direkt am Flughafen bei Ankunft erwerben oder viel einfacher: im Wallet des iPhone ist die Suica Card vorhanden. Diese einfach installieren und nach Belieben aufladen. Man nutzt dann einfach das iPhone oder die Apple Watch zum Tappen im Bus oder an der Metro. Auch unsere Fahrt mit dem Shinkansen lief über die Suica Card.

Und wo wir gerade beim Thema Wallet sind: In Japan war es so leicht wie fast nirgendwo anders auf der Welt mit Karte zu zahlen. Das geht hier wirklich überall, so dass wir kaum Bargeld brauchten. Sogar die American Express wurde überall akzeptiert und bescherte uns hier so einige Punkte.

Good to know - ein bisschen Talk unter Reisenden

  • Japan als eine Kultur für sich hat auch eine ganz andere Art und Weise der Körpersprache: Augenkontakt ist eher unüblich, auch ein Lächeln erntet man selten

  • beschäftige dich vor der Reise unbedingt mit Verhaltensregeln im Alltag - Japaner sind unglaublich höflich und Rücksichtsvoll und erwarten das auch von dir

  • es gibt wirklich so gut wie nie einen Mülleimer, deinen Müll schleppst du also wirklich oftmals den ganzen Tag mit dir rum. In den Conveniences Stores sind zwar meist Mülleimer vorhanden, es wird aber darauf geachtet, dass du nur Müll von bei ihnen gekauften Produkten hineinschmeißt

  • der Transport und das Zurechtfinden im Land ist wesentlich einfacher, als man vor der Reise denkt, Google Maps funktioniert hier wirklich einwandfrei

  • eine eSim ist für Japan nicht nur bequemer, sondern im Preisvergleich nicht mal teurer

  • an vielen Tempelanlagen und auch in Metrostationen kann man Stempel sammeln, bring dir also unbedingt ein Stempelbuch mit oder kaufe dir direkt vor Ort eins

Knigge für Japan - ein paar Verhaltensregeln

Japan ist sehr dicht besiedelt, Rücksichtnahme und Zurückhaltung ist daher für das öffentliche Zusammenleben unverzichtbar. Dafür gibt es so einige ungeschriebene Verhaltensregeln, an die man sich halten sollte, um nicht negativ aufzufallen.

  • in der Öffentlichkeit zu Essen oder zu Trinken gilt als unhöflich - seine Snacks kann man in den Convenience Stores direkt an den vorhandenen Sitzgelegenheiten essen

  • putze deine Nase niemals in der Öffentlichkeit

  • man stellt sich immer in eine Schlange, in der Metro gibt es sogar extra markierte Bereiche, wo man zu stehen hat

  • in der Metro herrscht Ruhe, wenn überhaupt wird nur ganz leise gesprochen

  • falls du mit Bargeld zahlst wird dieses dem Verkäufer nicht in die Hand gegeben, sondern in das vorgesehene Schälchen gelegt

  • gib niemals Trinkgeld

  • stecke deine Stäbchen niemals in den Reis, dieses ist nämlich Tradition auf japanischen Beerdigungen

Tokyo

Laut UN Ranking gemessen an Einwohnerzahl pro Fläche in Quadratkilometerzahl die größte Stadt der Welt mit insgesamt wahnsinnigen 37,2 Millionen Menschen.

Aber irgendwie kriegt man davon fernab von den belebten Vierteln Shibuya oder Shinyuku gar nicht so viel mit. Zumindest wirkt es meist geordnet, es wird sich an Verhaltensregeln gehalten und auf mich wirkten die Stadtteile außerhalb richtig ruhig und vielleicht sogar irgendwie anonym.

Das mag aber auch an den Japanern liegen, die eben deutlich weniger Outgoing sind als so viele andere Nationen. Man wird hier eben nicht an jeder Ecke gefragt ob man ein Taxi möchte oder ein Souvenir kaufen möchte. Nach einer langen Zeit in Südostasien auch mal eine ganz angenehme Abwechslung.

Ich glaube alleine in Tokyo kann man ohne Weiteres einen ganzen Urlaub verbringen, so viel gibt es zu sehen und zu erleben. Ganz oben auf der Liste steht da natürlich der belebte Stadtteil Shibuya mit der berühmten Shibuya Scramble Crossing, der größten Straßenkreuzung weltweit, die zu Stoßzeiten von 3000 Menschen überquert wird. Besonders abends erwacht die Kreuzung zum Leben und es lohnt sich, hier einfach mal einige Zeit zu verweilen und das Treiben zu beobachten. Alleine die Werbetafeln aus Anime oder Harry Potter und zugehörige Geräuschkulissen sind schon ein Ding für sich, aber spätestens wenn dann noch eine Mario Kart Rallye an dir vorbei fährt weißt du, du bist in Japan. Die Kreuzung sollte man sich unbedingt von oben ansehen. Entweder von der Plattform Shibuya Sky, für die man Tickets aber unbedingt im Voraus online buchen muss oder vom Mag’s Park Rooftop. Hier zahlt man 1500 Yen für einen Drink und hat damit Zutritt zur Plattform. Während unseres Besuches hatten wir leider Pech. Die Tickets für Shibuya Sky waren bereits Wochen vorher ausgebucht und Mag’s Park Rooftop wurde gegen 17 Uhr, während wir in der Schlange standen gereinigt. Man konnte uns nicht sagen, ob die Reinigung nun 10 Minuten oder 1 Stunde dauern würde. Merkwürdig, aber daraufhin gingen wir wieder.

Shibuya ist aber auch das reinste Shoppingparadies. Urlauber sind hier mit ganzen Koffern unterwegs, um die Tüten nicht tragen müssen. Die meisten Fluggesellschaften bieten mittlerweile für den Rückflug ein kostenloses Extragepäckstück je Passagier an, eine Welt für sich. Mir hatten es besonders die Vintage Shops in der Area angetan. Man findet hier wirklich unglaublich hochwertige und coole gebrauchte Kleidungsstücke zu bezahlbaren Preisen.

Das nächste sehenswerte Viertel in Tokyo ist Shinjuku. Und wohl den meisten von uns ist die LED 4K Katze, die mittlerweile ein absolutes Aushängeschild für Tokyo ist bekannt.

Shinjuku mit Kischblüte

Seit 2021 tigert die Katze, die eigentlich ein Kater ist alle 15 Minuten durch ihren Bildschirm und ging damals weltweit durch die Medien. Nicht weniger bekannt ist der riesige Godzilla gleich um die Ecke, der natürlich für den Film steht und Besucher anlockt. In Shinjuku findet sich aber auch ansonsten so ziemlich alles wieder, was das Herz begehrt. Shops aller Art, Restaurants und Spielhallen - ein bunter Mix aus und ganz viel Reizüberflutung.

Der berühmte Godzilla

Weiteres Must See in Shinjuku ist die sogenannte Piss Alley, die enge Gasse Omiode Yokocho mit ihren kleinen 60 Restaurants und Bars. Hier findet sich wohl zu jeder Tageszeit ein dichtes Gedränge statt, dennoch ist die Gasse wirklich sehenswert. Sie ist übrigens immer passend zur Jahreszeit geschmückt, in unserem Fall also mit Kischblütensträuchern.

Omide Yokocho bei Nacht

Akhihabara ist besonders bei allen Animefans beliebt und Asakusa gilt als ein eher traditioneller Stadtteil Tokyos. Hier findest du den berühmten Senso Ji Tempel, der bei keinem Besuch fehlen darf. Moderne trifft auf Tradition eben. 

Pokemon und co findet man an jeder Ecke

Senso Ji Tempel

Senso Ji Tempel

Weitere Must-Sees in Tokyo sind der Tokyo Tower, der naheliegende Zojoji Tempel und der unglaublich ruhig im Wald liegende Meiji-Schrein.

Zojo Ji Tempel mit Tokyo Tower im Hintergrund

Meiji Schrein

Auch der Ueno Park mit seinen Schreinen ist ein Besuch wert.

Torii Gates im Ueno Park

Osaka

Osaka ist mein persönlicher Japan-Favorit. Die Stadt wirkte auf mich irgendwie weniger anonym als Tokyo und ein bisschen lockerer. Die Sehenswürdigkeiten, Spots to See und belebten Stadtteile liegen gefühlt nebeneinander, so dass man zu Fuß sehr viel erkunden kann und nicht so viel Zeit in der Metro verbringt. 

Tsutenkaku Tower

Allen voran gehen wohl die Viertel Namba, Dotonbori und Shinsekai, bei denen man fast das Gefühl hat, sie verschmelzen miteinander.

Buntes Treiben in Namba

Dotonbori

Namba besteht aber eher aus einer riesigen Einkaufspassage und Dotonbori ist eher für seine Esskultur bekannt. Nicht zu vergessen die riesigen Maskottchen vor und über den jeweiligen Restaurants. So findet man hier überdimensionale Krabben, Tintenfische, Kühe, aber auch Köche und Sonstiges.

Maskottchen des Stadtteils Namba ist der Glico Man, der auf einer Werbetafel erscheint. Der ikonische Mann hängt schon seit dem Jahr 1935 als Werbung für den gleichnamigen Lebensmittelhersteller an einer Wand am Dotonbori River.

Spielhallen und Anime findet man zwar in allen besagten Stadtteilen, allen voran aber Shinsekai mit so viel davon, dass man sich schnell in seine Kindheit zurückversetzen lässt. Anime, Mario Kart am Automaten zocken oder Pokemon Karten kaufen, hier ist alles geboten.

Ein weiteres tolles Viertel in Osaka ist America Mura. Hier dreht sich irgendwie alles um den Namensgeber Amerika, was vor allem bei Fashion und Vintage Shops auffällt.
Besonders Letztere sind hier aber eine Wucht. Wenn man ein Herz für Vintage und vor allem College Bekleidung hat, ist das Viertel das reinste Paradies. Es gibt aber auch viele fancy Cafes und Restautants.

Osaka liegt übrigens in einer Art Städtedreieck mit Kyoto und Nara zusammen. Da wir weniger Zeit in Kyoto als in Osaka geplant hatten, machten wir von hier aus einen Tagestrip nach Nara um den Tag in einem ganz besonderen Park zu verbringen. Im Nara-Park leben etwa 1000 Sika-Hirsche ganz frei und sind zu einem wahren Touristenmagneten geworden.

Man kann an jeder Ecke Cracker erwerben und die Tiere damit füttern. Und wir wären nicht in Japan, wenn die Hirsche sich dafür nicht sogar verbeugen würden, sobald man es vormacht - kein Scherz. Nara ist durch eine ca. 1-stündige Zugfahrt von Osaka, aber auch von Kyoto zu erreichen und ganz einfach mit der Suica-Card bezahlbar.

Kyoto

Kyoto als die ehemalige Kaiserstadt gilt auch heutzutage noch als Japans kulturelles Zentrum. Und das spürt man. 

In Kyoto gibt es mehr als 2000 Tempelanlagen, spaziert man durch die schöne Altstadt findet man fast an jeder Ecke einen. Im Gyon-Viertel leben und arbeiten Geishas - Künstlerinnen und Hüterinnen japanischer Kultur.

Kiyomizu Dera Tempel

Leider ist besonders Kyoto mittlerweile derart von Massentourismus betroffen, dass die Altstadt, das Gyon-Viertel und sämtliche Tempelanlagen extrem überrannt sind und Touristen halten sich nicht an japanische Verhaltensregeln. Eine davon ist z.B. auch, dass man eine Geisha nicht von vorne fotografieren darf. Als Reaktion auf die Fehltritte vieler Touristen sind Seitengassen im Gyon-Viertel seit dem 1. April 2024 für solche gesperrt.

Kinkaku-Ji Tempel

Die besonders bekannten Tempelanlagen in Kyoto sind z.B. der Kiyomizu Dera Tempel und der Sannenzaka Tempel, außerdem die Torii Gates Fushimi Inari und der Bambuswald Arashiyama

Kiyomizu Dera

Sannenzaka Tempel im Herzen der belebten Altstadt

Torii Gates des Fushimi Inari

Wer genügend Zeit für seinen Aufenthalt in Kyoto geplant hat, ein wenig Ruhe abseits der Touristenmassen sucht und nebenbei sogar Matcha mag, der würde auf einem Tagestrip nach Uji fündig werden. Von Kyoto aus ist man mit dem Localtrain ca. 1 Stunde unterwegs.

Uji ist dafür bekannt, die Herkunft des Matcha Tees zu sein und schon alleine deshalb auf jeden Fall einen Besuch wert. Hier gibt es alles mit Matcha-Geschmack, sogar Soba Nudeln. Aber auch sonst ist Uji ein schönes Ziel um dem Trubel und den Menschenmassen in den Städten zu entfliehen. Es liegt direkt am Uji River und wirkte irgendwie einfach idyllisch und harmonisch. 

Mount Fuji

Fujisan - der Vulkan der Vulkane in seiner perfekten Kegelform und die meiste Zeit des Jahres mit schneebedecktem Gipfel. Der 3776m hohe Vulkan gilt bis heute als aktiv, allerdings mit sehr geringem Ausbruchsrisiko. Für die Japaner ist der imposante Berg aber vor allem ein Symbol für natürliche Schönheit und ein Symbol für Japan selbst.

Außerdem ist Fuji von großer spiritueller Bedeutung im Shintoismus und Buddhismus. Im Shinto-Glauben ist er Wohnsitz von Göttern und da sein Gipfel auf den Himmel trifft gilt er als Verbindung zwischen irdischen und göttlichen Sphären. Für die Buddhisten stellt der Berg einen Ort zur spirituellen Reinigung dar.

Mount Fuji ist heutzutage natürlich ein großer Magnet für Touristen der ganzen Welt, in den Sommermonaten ist er sogar zu besteigen. Die Orte um ihn herum bieten grandiose Aussichtspunkte auf den Bilderbuchvulkan. Allen voran Fujiyoshida mit der berühmte Shimoyoshida Honcho Street und der Chureito Pagode, die mit dem imposanten Berg als bekannte Fotospots gelten.

Shimoyoshida Honcho Street

Chureito Pagoda

In Fujikawaguchiko ist vor allem der Convenience Store Lawson mit dem weißen Gipfel im Hintergrund bekannt. Seit Mai 2024 ist hier aber eine Art Wall errichtet worden, um das Shooten fürs Fotos zu verhindern. Es kam hier vermehrt zu Beschwerden von Anwohnern, da Touristen die Straße für Fotos blockierten. 

Die Gegend um die beiden Orte nennt man auch Fuji 5 Lakes, da sich 5 Seen im Umkreis befinden. Man kann sich hier ein Fahrrad leihen und die schöne Natur während einer Fahrradtour genießen, immer mit dem Berg im Blick. Sofern man Glück mit der Witterung hat natürlich, das ist bei Vulkanen ja immer so eine Sache, sie verschwinden einfach gerne mal hinter einem Kleid aus Wolken.

Mein Favorit unter den Aussichtspunkten um Fujisan ist das Torii Tenku No Torri, übersetzt ‘Gate in the Sky’. Das Tor thront auf einem Berg über Fujiyoshida hervor und rahmt den Vulkan ein - Bilderbuchreif! Dieses Torii ist im Gegensatz zu den bekannten Spots wie die Chureito Pagode noch eher unbekannt unter den meisten Touristen, dennoch lohnt es sich auch hier wie überall in Japan besonders früh vor Ort zu sein. Aber nicht nur wegen weniger Besuchern, die größte Chance auf klare Fuji-Sicht hat man ebenfalls am frühen Morgen. 

In und um Fujiyoshida und Fujikawaguchiko waren wir meist mit dem Bus unterwegs. Die Fahrtzeiten und Haltestellen gab Google Maps uns einwandfrei vor.

Tenko Nu Torii

Japan Blogartikel auf einen Blick

Ein paar persönliche Empfehlungen auf einen Blick

  • Aussichtsplattform des Tokyo Metropolitan Governmentbuilding für einen kostenlosen View über Tokyos Dächern

  • Melon Cake mit Matcha Eis essen bei Kagetsudo

  • Hatcoffee: besondere Latte Art

  • Fancy Matcha Eis essen bei Chatcha Futatsume

  • Cafe ‘The Matcha’

  • Mochi essen bei Strawberry Mania in Osaka

  • Peace House Sakura *

  • Guesthouse Hanakiya *

Affiliate Links und Kaffeekasse:
Die mit * markierten Links sind Affiliate Links. Für dich verändert sich der Preis nicht, ich erhalte aber eine kleine Provision. Wichtig hierbei: Ich empfehle nur Dinge, Unterkünfte, Aktivitäten oder Weiteres, die ich wirklich besonders toll finde/ fand. Darauf kannst du dich verlassen!
Ansonsten ist der Blog hier natürlich eine riesengroße Herzensangelegenheit. Wenn er dir gefällt und du mich ein wenig unterstützen magst, kannst du mir hier einen Kaffee spendieren.