Über mich
Worum geht’s hier?
Hi! Ich bin Laura und seit dem 02.04.2022 in der Welt unterwegs. Dafür habe ich meinen Job gekündigt, die Wohnung aufgelöst und meinen Freund, mittlerweile Verlobten, Etienne und meine Kamera eingepackt.
Und genau darum soll es hier gehen, um Reisegeschichten, ein paar Tipps und ganz viele Impressionen.
Ich liebe das Reisen, liebe Abenteuer und ich liebe es, so richtig ins Local Life einzutauchen. Und das am liebsten mit meiner Kamera. Wenn ich durch die Linse sehe kriege ich ein noch besseres Gefühl für einen Ort. Du findest hier von allem etwas, nicht jede Beschreibung des jeweiligen Landes wird der anderen gleichen. Manche sind persönlicher, andere formeller. Aber genau das macht mich aus. Heute so, morgen so. Und das ist ok.
Ich habe während meiner Reise so viele Erfahrungen sammeln dürfen und vor allem so viele Snaps gemacht, dass es zu schade wäre, all dies nicht zu teilen.
Und was steckt dahinter?
Ich bin Laura, mittlerweile 31 Jahre alt und komme aus dem überschaulichen Aurich in Ostfriesland, nahe der Nordseeküste. Klingt erstmal romantisch, besonders viel Heimatgefühl für diesen Teil von Deutschland hege ich allerdings nicht. Vielleicht war es mir nie bewusst, bevor ich das erste Mal in die Ferne gereist bin, aber womöglich hatte ich diese Sehnsucht nach Freiheit und den fremden Kulturen schon immer. Neben dem Reisen bin ich ein kleiner Sportfreak, ich liebe das Laufen und gehe regelmäßig ins Gym.
Sportlich war ich schon immer, wenn auch früher auf eine ganz andere Art und Weise: Seit der Kindheit war ich passionierter Reiter und mit meinen eigenen Pferden im Turniersport relativ erfolgreich. Ich habe 2 Pferde nach dem Anreiten übernommen und weiter ausgebildet. Mit meiner Stute “Faysa” habe ich es bis hin zu deutschen Meisterschaften der Junioren geschafft. Mit “Luigi” nahm ich 2x am Bundeschampionat der jungen Vielseitigkeitspferde teil und war international erfolgreich.
Im Jahr 2016 zog ich der Liebe und des Jobs wegen nach Osnabrück in die erste gemeinsame Wohnung mit meiner besseren Hälfte Etienne. Luigi begleitete mich damals. Ich arbeitete 2 Jahre in meinem erlernten Beruf und nahm dann 1 Jahr an einer Weiterbildung zum Meister teil.
Trotzdem mag man sich jetzt fragen: Wie passt das denn zusammen? In der Welt unterwegs und so ein erdendes und ortsgebundenes, verpflichtendes Hobby wie der Reitsport? Leider steh ich mir gerne mal selbst im Weg und bin oft viel zu verkopft. Das hat es mir mit den Pferden irgendwann einfach sehr schwer gemacht und ich hatte das Gefühl, den Tieren kein guter Partner mehr zu sein. Faysa hatte ich bereits 2014 verkauft, damals aber eher aus Zeit- und Kostengründen. Schweren Herzens und nach vielen Tränen und Hin und Her folgte auch der Verkauf von Luigi 2019 und damit spürte ich glaube ich das erste Mal so etwas wie Freiheit und keine Verpflichtung mehr. Im Nachhinein gesehen, die beste Entscheidung überhaupt.
Was aber auch der Entscheidung der Aufgabe des Reitsports beitrug waren die ersten Reise mit dem Backpack nach Thailand. Man kann auf gut deutsch einfach sagen, ich habe Blut geleckt. Ende 2018 und Mitte, sowie Ende 2019 ging es also die ersten Male nach Asien und schon da hatte ich mit dem Gedanken einer Weltreise gespielt, aber sicherlich nie ausgesprochen, weil das Ganze ja “soooo verrückt” ist. Weltreise und eigenes Pferd passt nicht zusammen, was wie gesagt, dann zur Entscheidung des Verkaufs von Luigi beitrug.
Und wie kam es zur Weltreise?
Beruflich war ich mittlerweile als Abteilungsleiterin bei einem großen Lebensmittelhersteller relativ erfolgreich. Ich nutze gerne das Wort relativ in diesem Zusammenhang, denn ich mag mir nicht zumuten, meinen ‘Erfolg’ zu bewerten. Oder vereinfacht gesagt, es ist mir nicht besonders wichtig.
Aber wie das dann so ist, wenn man sowieso schon mal den Gedanken einer Weltreise gefasst hat, stellt man sich schnell die Frage, ob das wirklich alles sein soll. Nein, soll es eben nicht.
Die ganze Covid-Geschichte machte mir das Sparen für eine Auszeit leicht und bestätigte mein oder sagen wir unser Vorhaben nochmal. Irgendwann sprachen wir es also offiziell aus, weihten unsere Familie und Engsten ein. Das Datum stand wegen der Pandemie noch nicht zu 100% und verschob sich nochmal um einige Monate, was aber nicht weiter schlimm ist, wenn man erstmal angefangen hat den Plan in die Tat umzusetzen. Irgendwann stand dann aber mit großer Wahrscheinlichkeit Anfang April 22 fest und mit noch größerer Freude kündigte ich zuerst meinen Job und anschließend auch die Wohnung fristgerecht. Jetzt wird’s also Ernst.
Ob unsere Familie damit gerechnet hat, dass wir das wirklich machen? Keine Ahnung. Womöglich war immer ein bisschen Hoffnung da, wir würden bleiben oder zumindest nicht so lange unterwegs sein. Womit wir beim Zeitraum der Reise wären. Ich weiß gar nicht genau warum immer mit einem Jahr für eine Weltreise kalkuliert wird. Klar, kann man in einem Jahr sehr viel sehen und erleben. Meiner Berechnung nach wollte ich aber mindestens 14 Monate unterwegs sein, um genügend Zeit zu haben. Jetzt gerade im Nachhinein lache ich darüber. Das Geld sollte so lange auch ausreichen. Ich lache noch mehr :D
Was ich vielleicht eigentlich ausdrücken will, man plant und plant und plant… Und eigentlich kommt doch alles anders. Mit 16 habe ich mir erhofft, jetzt mit über 30 vielleicht einen eigenen Hof mit vielen Pferden zu haben und weiterhin im Reitsport erfolgreich zu sein. “Was für ein Schwachsinn”, denke ich darüber gerade, während ich in Australien sitze und mir die Wintersonne ins Gesicht scheint.