Packliste

Packliste…
oder auch nicht?

Oder auch nicht? Was soll denn das bedeuten? Ganz einfach: Ich bin kein Fan davon, genau aufzulisten, wie viele Shorts oder T-Shirts ich dabei habe. Aber nicht aus Privatsphäre oder Sonstigem, sondern viel mehr weil Reisende einfach so individuell unterwegs sind und jeder Wert auf verschiedene Dinge legt. Und ganz ehrlich? Ich bin außerdem einfach kein Beispiel für Minimalismus oder wenig Gepäck. Eher im Gegenteil: Zu Höchstzeiten wog mein Backpack ca. 18kg, platzte fast aus allen Nähten und das Schleppen fiel schwer. Ich habe einfach gerne eine gewisse Auswahl an Kleidung und in einigen Ländern bin ich dem Konsum mal wieder verfallen, habe fleissig geshoppt, aber auch mal Dinge ausgetauscht und sogar nach Hause geschickt.
Viel mehr möchte ich hier also auf ein paar Dinge eingehen, die mir im Laufe der Reise als wichtig und nützlich erschienen sind!
Die meisten Weltreisenden waren auch vor der großen Reise schon einmal mit dem Backpack unterwegs und haben zumindest eine Idee davon, was nützlich ist und was eher zur Last wird. So erging es uns auch und trotzdem packt man irgendwie immer zu viel ein oder es sind zumindest 1-2 Teile dabei, die dann doch keinen Nutzen finden. Eine perfekte Packliste gibt es also sowieso nicht.

Mein Backpack der Marke McKinley (Yukon 65+10L) :
mittlerweile haben wir zusammen schon einiges erlebt!

Fangen wir aber mal ganz von vorne an. Los gehts also mit der Auswahl des passenden Backpacks. Hier gibt zunächst 2 grundlegende Optionen: Soll es ein großer Rucksack mit 55L oder mehr werden, der während des Fluges als Aufgabegepäck eingecheckt werden muss? Oder ein maximal 40L Backpack, der als Handgepäck durchgeht? Na klar - je leichter man reist, desto mehr schont man seinen Rücken und spart gleichzeitig während der Flugbuchungen noch Geld. Für mich kam es jedoch nie in Frage nur mit Handgepäck zu reisen. Mein Rucksack fasst 65+10l und ist zu einigen Zeiten schon wirklich bis obenhin voll gewesen. Ganz einfach weil ich auf den Luxus von einer gewissen Auswahl an Kleidung nicht verzichten wollte. Ein weiterer Konflikt beim Reisen mit Handgepäck ist für mich die Grenze an mitzubringenden Flüssigkeiten. Ich komme z.B. mit trockenem Shampoo überhaupt nicht klar und habe außerdem Flüssigkeiten wie Pflegeöl für die Haare, Reinigungslösung für meine Piercings und co. dabei. Natürlich habe ich die 16kg auf dem Rücken oder die hohen Preise fürs Aufgabegepäck hin und wieder verteufelt, dennoch ist es mir den kleinen Luxus wert. 
Beim Kauf des Backpacks lässt man sich am Besten im Fachgeschäft beraten und den Rucksack vor Ort, falls es zum Kauf kommt direkt einstellen. Das ist Gold wert. Mein Backpack ist von der Marke McKinley, das Modell heißt Yukon 65+10L und ich bin mehr als zufrieden. Ich habe den Rucksack seit mehr als 2 Jahren auf Weltreise dabei und zuvor war er für kürzere Reisen bereits 4x im Einsatz. Ich finde, das spricht für sich. Da ich ihn bereits 2018 gekauft habe, kann ich leider keinen Link einfügen, ich finde ihn schlichtweg einfach nicht mehr. 6 Jahre ist aber wirklich schon ein sattes Alter, spricht für seine Qualität.
Etienne ist mit dem Tatonka Norix 48 unterwegs und ebenfalls bestens zufrieden, diesen findest du hier.

Auswahl des passenden Backpacks

Vollgepackt von oben bis unten auf dem Weg zur Bahn!

typisches Outfit in Asien, lange weite Hose und Leinenhemd

Eine Packliste ist eben so individuell wie Reisestile -Mach dich nicht verrückt…

Auf sämtlichen Reiseblogs oder in Foren liest man, dass man meist direkt nach ein paar Wochen auf Reisen bemerkt, dass man zu viel dabei hat und schickt Dinge nach Hause oder verschenkt sie im Hostel. Mir ging es ähnlich: 2-3 Oberteile habe ich einfach nicht gefühlt und ließ sie in einem Hostel beim Free Stuff für andere zum Mitnehmen liegen. Ansonsten war ich zufrieden mit der Kleidung und den anderen Dingen die ich dabei hatte. Dennoch bin ich wie gesagt kein Freund davon, genau zu teilen wie meine Packliste aussieht, weil es einfach so individuell ist. Wie bereits erwähnt erlaube ich mir den Luxus, relativ viel Kleidung dabei zu haben um nicht jeden Tag das Gleiche tragen zu müssen. Ein bisschen Girlie, aber ich bin fein damit. Wenn ich also 5 Tanktops in unterschiedlichen Farben dabei habe, brauchst du nicht unbedingt auch 5 Tanktops. Im Vergleich dazu habe ich aber beispielsweise kaum normale Kurzarmshirts außer einiger Oversized T-Shirts, da ich einfach keine Streifen von der Sonne auf dem Arm haben möchte. Außerdem mache ich viel Sport und habe 2 Paar Sportsachen zum Wechseln dabei. Wenn du eher weniger Sport machst oder nur hin und wieder mal wandern gehst, brauchst du vielleicht nur ein Paar. Ganz individuell eben. Viel wichtiger ist es meiner Meinung nach, Kleidung bedacht zu wählen. Ein wenig praktisch sollte sie sein. Leinen ist z.B. super. Eine Leinenhose nimmt wenig Platz weg, ein Leinenhemd zum Drüberziehen schützt vor Sonne und hat weniger Falten trotz Verstauen als z.B. Baumwolle. Je weniger helle Kleidung, desto weniger Probleme mit Flecken und Verfärbungen beim Waschen. Mindestens genauso wichtig ist es, dass du dich in deiner Kleidung 100%ig wohlfühlst. Ich habe beispielsweise Ewigkeiten ein Kleid mitgeschleppt, aber nie getragen, weil ich es einfach nicht gefühlt habe. So ein Schwachsinn!

Viel lieber als eine detaillierte Liste mit Kleidung, die ich dabei habe möchte ich hier die Dinge preisgeben und empfehlen, die wir auf unserer Reise als total nützlich empfunden haben, Amazonlinks findest du bei den jeweiligen Artikeln! Dass Fliegenspray, Sonnencreme und Bikini eingepackt werden muss versteht sich von selbst, oder?

Must Have’s für deinen
Backpacking-Trip

Packwürfel 
Ich glaube Packwürfel stehen auf jeder ordentlich geführten Packliste und das zurecht, sie sind gold wert. Man kann nach Outfits packen oder nach Kleidung für jeweilige Temperaturen. Ganz gleich wie, Packwürfel erleichtern das Leben eines jeden Reisenden. Unsere Packwürfel findest du hier*.

Organizer für Kabel, Festplatte, SD Karten usw.
in Taschenformat. Unseres finde ich leider nicht mehr, aber hier* findest du eine Alternative.

Kulturbeutel
Tatonka Care Barrel Größe 31,
- ganz große Emfehlung! Der Kulturbeutel ist super robust, hat ein Hauptfach und ein Netzfach, einen Spiegel und man kann ihn wunderbar aufhängen, was in Gemeinschaftsbädern von Hostels sehr nützlich ist. Zum Kulturbeutel gehts hier* entlang.

Kleine Helfer für Essen und Trinken
Brotdose, Löffel, Gabel und Taschenmesser: Eine Brotdose ist wirklich ein absolutes Muss. Man kann Überreste für den Tag danach einpacken oder sich eine Mahlzeit zubereiten, um z.B. Geld für teures Essen am Flufhafen zu sparen. Löffel und Gabel reichen mir zum Essen, ein Taschenmesser ist dennoch nützlich, wenn man z.B. Obst schneiden möchte. Ich als absoluter Koffeinjunkie möchte auch nicht auf meinen Kaffeebecher verzichten.
Zur Brotdose gehts hier*, der Kaffeebecher ist leider aus Australien und das Besteck eher random zusammen gesucht

Sonstige nützliche Dinge

Strandtuch
Anstelle von einem Sarong, 2 kleinen Handtüchern oder Strandtüchern für Tage am Strand haben wir eine große, die 2.10x2.30m fasst und wir lieben sie! Platz für uns beide und all den Kram den man zum Strand so mitschleppt, außerdem super dünn und wenig Gewicht > für uns nicht mehr wegzudenken! Unser XXL Strandtuch findest du hier*.

Reisehandtuch
Wir haben ein dünnes Handtuch aus Bambusstoff dabei, da wir die typischen Mikrofaserhandtücher gar nicht mögen. Leider gibt es genau das Handtuch, welches wir vor der Reise kauften nicht mehr. Alternativ findest du aber hier* ein Ähnliches.

Portmonees
Portmonee Mit RFID Schutz, damit Kreditkarten nicht im Handumdrehen gehackt werden können. Außerdem habe ich ein 2., kleines Portmonee, in dem ich nur Bargeld trage, damit ich die Kreditkarten nicht immer mitnehmen muss, so können sie auch nicht gestohlen oder verloren gehen
Zum RFID geschütztem Portmonee gehts hier* entlang, die kleine Extrageldbörse findest du hier*.

außerdem…

  • dünne Schlafsäcke* für Wanderungen oder falls das Hostel nicht das Sauberste ist

  • Wäscheleine*- ein absolutes Muss, haben wir eigentlich immer im Einsatz

  • Taschenlampe

  • Nadel und Faden, um Löcher in Kleidung flicken zu können oder auch die Flaggen auf den Backpack zu nähen

  • Oropax und Schlafmaske für Nächte im Dorm oder im Flugzeug

  • eine kleine Dünne Decke für Nächte im Flugzeug oder am Flughafen

Die liebe Kleidung…

Oben habe ich es bereits kurz angeschnitten, beim Thema Kleidung sollte man sich vorher gut überlegen, was man dabei haben möchte und worin man sich wohlfühlt. Meine Learnings hier also einmal zusammengefasst:

Die Zielregion - nur 30°C oder kann es auch mal kühler werden?
Die Kleidung muss natürlich der Reiseregion angepasst werden. Reist man nur in tropische Länder und geht von 30°C Plus aus, kann man vielleicht auf eine lange Jeans verzichten, bei uns stand aber von Vornherein fest, dass wir auch kurze Zeiten in Ländern verbringen wollen, die auch etwas kühler werden können, z.B. Peru. Das beste Prinzip, sich hier zu kleiden ist das Zwiebelprinzip, so kann man auf richtig dicke Winterjacken verzichten.

Kleidung für die kühleren Tage
Für mich hat es an kalten Tagen Sinn gemacht, ein Top als Unterhemd zu tragen, dann ein Shirt und einen Fleecepulli, gegebenenfalls noch meine Regenjacke drüber, je nach Wetterlage. Der Fleecepulli nimmt zwar einiges an Platz weg, hat sich für mich aber als absoluter Lifesaver bei kalten Tagen zum Beispiel in den Anden erwiesen. Ich habe außerdem eine weite Jeans im Boyfriend Style dabei, darunter kann man wunderbar eine Leggings tragen.

Kleidung für die heißen Tage
Einfacher wird die Wahl der Kleidung wohl bei den Tropen. Ich liebe meine Vintage Levi’s Shorts und habe davon 2 dabei. Das ist aber kein Muss, vielleicht sogar gar nicht so smart, denn die nehmen einiges an Platz weg und sind natürlich auch nicht so leicht auf der Haut wie eine Leinenshorts. Diese sind wesentlich empfehlenswerter, schön leicht und angenehm zu tragen bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit. Wenn wir schon bei den Unterteilen sind, bleiben wir doch dabei. Ich könnte absolut nicht auf eine lange, weite Hose verzichten. Diese schützt vor Mosquitos und in vielen Teilen Asiens ist eine lange Hose bei Besuchen von Tempeln oder heiligen Stätten Vorraussetzung - ein Muss. Nicht verzichten könnte ich außerdem auf eine lange Leggings, für Flüge, Sport oder Untendrunter, wenns kühl wird. Auch eine Radler ist super, vor allem für Reisetage einfach bequem.
Was Oberteile angeht trage ich ungern enge Shirts mit Kurzarm, ganz einfach weil man doch häufig in der prallen Sonne unterwegs ist und ich einfach kein Fan von der guten, alten Bauarbeiterbräune bin. Viel lieber trage ich Tanktops und darüber ein langärmliges Hemd um meine Arme vor der Sonne zu schützen. Ein langärmliges Leinenhemd ist für mich das Nonplusultra schlechthin. Luftig, man schwitzt nicht so viel und der Stoff ist nicht so anfällig für Falten. Absolut Backpack-tauglich also. Ein langärmliges Hemd macht auch Sinn gegen nervige Mosquitos und bei Besuchen von Tempelanlagen. Ansonsten bin ich Fan von Oversized Shirts und trage diese gerne zum Sport oder zusammen mit Radler an Reisetagen.

Kleidung für Wanderungen und/ oder Sport
Aus 2 mach 1 und schon spart man es sich, die doppelte Menge an Kleidung mitzunehmen. Ich trage zum Sport Radler, Sport BH und Oversized Shirt oder Sporttop und zum Wandern ebenfalls, da benötigt es keine Extrakleidung. Falls es auf der Wanderung kühl werden kann kommt es natürlich zur langen Leggings und zum Fleecepulli, alles Kleidung, die ich aber auch im Alltag tragen würde. Bei Schuhen ist es ähnlich. Ich habe es mir gespart, ein extra Paar Wanderschuhe einzupacken. Sollte es eine längere oder mehrtägige Wanderung werden, sind die meisten Orte und ihre Shops gut darauf vorbereitet. Wir konnten bisher problemlos Wanderschuhe leihen. Bei Tageswanderungen trage ich aber ansonsten gerne meine New Balance Sneaker, die ich auch zum Sport trage - 2 Fliegen mit einer Klappe!

Übrigens: Etiennes Wahl an Kleidung sieht nicht viel anders aus. Er trägt gerne kurze Sporthosen, da diese sehr luftig sind und wenig Platz wegnehmen. Außerdem Shirts und lockere Hemden. Für Besuche von Tempeln oder zum Schutz vor Mosquitos hat er ebenfalls eine lange Leinenhose dabei.

Top und Leinenshorts - perfekt für die Tropen

Boyfriend Jeans, darunter eine Leggings und Fleece - mein Retter in den kühlen Anden

meine geliebte Vintage Levi’s, Top und Hemd als Sonnenschutz

Übersicht Kleidung (nur eben ohne Mengenangabe, die überlasse ich dir)

  • Lange, weite Boyfriend Jeans

  • lange Leggings

  • Fleecepullover (meiner ist von Patagonia, würde den nie wieder hergeben wollen!)

  • Hoodie

  • Regenjacke (meine ist ebenfalls von Patagonia und eine große Empfehlung, du findest sie hier)

  • lange, weite Hose (gerne Leinen)

  • Shorts

  • Leinenhemd langärmlig

  • Tops

  • T-Shirts

  • Sportkleidung, die auch zum Wandern genutzt werden kann

  • Unterwäsche für etwa 1 Woche

  • Socken

  • Sneaker (bei mir gleichzeitig Wanderschuhe)

  • Schlafhose und Schlafshirt

  • Bikinis

  • dünne Handschuhe, Mütze und/ oder Stirnband

  • Cap als Sonneschutz

Die Reiseapotheke

Auch während einer Langzeitreise bleibt es natürlich nicht aus, mal krank zu werden. Sei es eine Erkältung durch den ständigen Wechsel von den heißen Temperaturen zu klimatisierten Räumen in den Tropen oder die typische Reisediarrhoe, es ist immer gut, ein bisschen ausgestattet zu sein. Vorweg muss ich aber direkt sagen, dass man seine Reiseapotheke nicht auf Vorrat packen muss, da wir bis jetzt in allen bereisten Ländern auch problemlos Medikamente kaufen konnten. Ich habe hingegen nur gerne ein bisschen was dabei, damit ich nicht direkt eine Apotheke aufsuchen muss, sobald ich z.B. Halsschmerzen bekomme.

Was in der Ausstattung deiner Reiseapotheke nicht fehlen sollte:

  • Kohletabletten als Unterstützung für die Verdauung gegen Bakterien,
    können prophylaktisch genommen werden, aber auch in akuten Fällen

  • andere Helferlein bei Durchfall, wie z.B. Imodium

  • allgemeine Schmerzmittel, wie z.B. Ibu

  • Mittel zur Untersützung bei Erkältung und/ oder Fieber, wie z.B. Grippostad

  • Mittel bei Halsschmerzen

  • Pflaster

  • Mullbinden bei Verletzungen

  • Desinfektionsmittel

Affiliate Links und Kaffeekasse:
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