Osaka - Highlights und Tipps
Osaka ist mit einer Einwohnerzahl von 8 Millionen Menschen die 2. größte Stadt Japans. Sie liegt in der Kansas Region, die das Städtedreieck Osaka - Kyoto - Kobe ausmacht.
Und Osaka ist auch mein persönlicher Japan-Favorit. Ganz einfach weil hier alles ein bisschen lockerer und offener wirkt. So wird die Stadt häufig als das Gegenpol zur Hauptstadt Tokyo gesehen. Aber Tokyo wäre ja nicht die einzige Hauptstadt weltweit, die sich irgendwie so sehr vom Rest des Landes unterscheidet.
Osaka wirkt überschaulich, so kann man kann gefühlt von einem aufregenden Viertel in das nächste strumpeln und dennoch wird es wohl selbst bei einem Aufenthalt von 2 Wochen immer noch nicht langweilig.
Vorweg schon mal ein Shoutout an meine liebe Freundin Alina, die Osaka schon vor mir verfallen war und mir ganz viele tolle Tipps für die Stadt gab. Danke dafür!
Wir kamen im Hotel Raizan South unter, das an sich in Ordnung war. Wir zahlten ca. 35€ die Nacht für ein Zweibettzimmer mit Gemeinschaftsbad. Das Zimmer war sehr sauber, aber super klein, so dass man sich gerade so umdrehen konnte. Ansonsten war die Ausstattung des Hotels super. Es war zwar schon etwas in die Jahre gekommen, hatte aber eine große Küche mit Aufenthaltsraum und sogar ein traditionelles japanisches Bad. Außerdem war die Lage optimal: direkt an einer Metrostation gelegen und fußläufig zu den Areas Shinsekai und Denden Town. Bis zum Viertel Namba waren es zu Fuß ca. 35 Minuten, auch die nahmen wir gerne auf uns und schlenderten durch die Straßen.
Zweibettzimmer im Hotel Raizan South - sehr klein, aber fein
Namba und Dotonbori
Namba und Dotonbori sind wohl die Viertel der Stadt schlechthin, die außerdem als Küche Japans bezeichnet wird. Hier reihen sich Läden und Lokale aneinander. Allen voran die Shinsaibashi-Suji Shopping Street. Eine Art überdachte Straße mit Shops aller Art. Von Souvenirshops mit Pokemonmützen über die ausgefallenste Mode bis hin zu leckeren Snacks in Cafés und Restaurants findest du hier eigentlich alles. Bestimmt auch ein kleines bisschen Reizüberflutung.
Nambas Einkaufstraße
Die Straße unterbricht einmal kurz am Dotonbori River. Hier an der Ebisubashi Bridge ist es eigentlich immer so richtig voll gewesen. Das Highlight: der Glico Mann, der auf einer Werbetafel erscheint und als Maskottchen der Stadt gilt. Schon seit 1935 hängt der ikonische Mann als Werbung für den gleichnamigen Lebensmittelhersteller an der Wand am Dotonbori River.
Auf der anderen Seite findest du eine weitere Attraktion, das Ebisu Tower Riesenrad.
Glico Man - das Maskottchen von Osaka
Ebisu Tower Riesenrad
Ausgefallene Snacks und Mahlzeiten findet man hier an jeder Ecke, was man aber unbedingt probieren muss sind die frischen Mochi bei Strawberry Mania. Klar, der rosafarbene macht aufgrund dem Bezug zur Erdbeere erstmal am meisten her, probiere aber unbedingt den gelben mit der Geschmacksrichtung Custard - Ich bin quasi dahin geschmolzen!
Daifuku Mochi bei Strawberry Mania
Von Namba kann man durchaus in das Viertel Dotonbori stolpern, denn die beiden verschmilzen quasi miteinander. In Dotonbori ist alles größer und noch bunter. Die Leuchtreklame und überdimensional großen Maskottchen, wie z.B. Tintenfische an den Wänden erschlagen einen schon fast. Die Gassen sind neben sämtlichen Shops vor allem voller Streetfood, Restaurants und Cafés. Unbedingt probieren sollte man hier die Titenfischbälle Takoyaki und die japanischen Pfannkuchen Okonomiyaki.
Übergroße Maskottchen hängen hier überall
Nipponbashi Denden Town und Shinsekai
In Denden Town findet man einen Shop für alles, was das Herz eines Nerds begehrt: Sammlerkarten, Kunststofffiguren, Cosplaykleidung oder Elektronikgeräte. Hier kann man ewig durch die Geschäfte schlendern.
Auf der Straße locken junge Damen in Maids-Kostümen neue Kunden in die berühmten Maid-Cafes, wo diese dann entweder als Master oder Princess angesprochen werden und Mahlzeiten, aber auch Vorstellungen der Damen buchen können.
Shinsekai rund um den Tsutenkaku Tower ist voller Spielhallen, Restaurants und Streetfood.
Tsutenkaku Tower
Voller Restaurants ist auch die Straße Janjan-Yokocho. Im Sushi Restaurant Taikosushi Minami schmeckt es besonders gut. Hier muss man aber durchaus mit Wartezeiten rechnen und etwas Zeit in der Warteschlange verbringen.
America Mura
America Mura ist wohl das hipste Viertel in Osaka. Noch in den 60ern war die Gegend voller Warenhäuser. Irgendwann wurde das erste Cafe eröffnet und Künstler und Artisten wurden in das Viertel gelockt. Die Warenhäuser begannen aus den USA importierte Dinge zu verkaufen; hauptsächlich Vintage Mode. So entstand irgendwann der Name “America Mura”, während sich die Vintage Shops und hippen Cafés oder Kunstgalerien bis heute gehalten haben. Und die Vintage Shops hier haben es wirklich in sich.
Vintage Shopping in America Mura
Wer gerne Vintage shoppt, kennt den Struggle. Gerade Shirts und Kollege Pullover sind trotz Löchern oder Flecken häufig absolut überteuert. Natürlich gab es auch hier Läden mit eher hohem Preisniveau, generell fand ich die Preise der Kleidung aber in Ordnung. Pullover in wirklich gutem Zustand findet man häufig schon ab ca. 20€. Ansonsten ist People Watching ein ganz großes Ding in America Mura, da die Japaner hier wirklich ausgefallene Styles an den Ort legen.
Ausgefallene Styles an jeder Ecke in America Mura
Weitere Sehenswürdigkeiten
Ein Muss ist der Namba Yasaka Schrein, der für seine Löwenkopfbühne bekannt ist und dadurch eher wie ein Kunstobjekt wird anstelle eines Schreines. Das Hauptgebäude der Tempelanlage brannte im 2. Weltkrieg vollständig ab und wurde neu errichtet. Der Löwenkopf wurde dann erst in den 1970-er Jahren erbaut. Löwen gibt es in Japan zwar selbst nicht, sie sind aber in dessen Shinto-Glauben häufig vertreten und haben zur Aufgabe vor bösen Geistern zu schützen. Ihr Name ist “Shishi”. Ihre Aufgabe ist neben dem Vertreiben von bösen Geistern auch das Bringen von Glück und Erfolg, so dass Sportler oder Schüler den Schrein oft ersuchen, um nach eben diesen zu bitten.
Löwenkopf des Namba Yasaka Schrein
Das Osaka Castle ist eine der berühmtesten historischen Städten in Japan. Sie sollte im 16. Jahrhundert als regierendes Epizentrum dienen, wurde aber Bombenangriffe mehrfach zerstört. Das heutige Burggebäude wurde im Jahre 1931 nach einer erneuten Bombardierung während des 2. Weltkrieges erbaut.
Osaka Castle
Umgeben ist das imposante Gebäude von Burggräben und den Nishinomaru Gärten, in denen ca. 600 Kirschbäume gepflanzt wurden. Das macht die Burg zu einem besonders viel besuchten Ort während der Sakura. Familien und Freunde picnicken hier unter der den blühenden Bäumen.
Der Eintritt zum Schloss kostet ca. 3,50€, die umliegenden Gärten sind jedoch kostenlos zu besuchen und laden zum Schlendern ein.
Das Osaka Castle eingerahmt durch Kirschblüten