Tokyo - Highlights und Tipps

Japan ist eine ganze Welt für sich und eine Destination, die mit einer derartigen Faszination einhergeht, dass man schnell den Überblick verlieren kann, wenn man seinen Trip ins Land plant. So erging es mir um ehrlich zu sein auch. Da das Land nicht gerade ein Low-Budget-Reiseziel ist, war unsere Dauer auf 3 Wochen beschränkt und in diesen 3 Wochen möchte man natürlich möglichst viel sehen und erleben und schon bei der Planung für die Metropole Tokyo war es zunächst gar nicht so leicht, alle Highlights in 4 Tage zu verpacken. 

In diesem Blogartikel findest du also meine absoluten Highlights und Tipps für deinen Aufenthalt in Tokyo und hoffentlich eine kleine Erleichterung für deine Planung.

Wie viele Reisen startete also auch unsere in Japans Hauptstadt Tokyo - Millionenmetropole und nach Einwohnern pro Fläche größte Stadt der Welt. Hier verbringt man wirklich viel Zeit in der Metro, Fahrtzeiten mit bis zu einer Stunde sind ganz normal. Ein Grund mehr, den Aufenthalt ein wenig im Vorhinein zu planen. 

Wir hatten in Tokyo einen Aufenthalt von 4 vollen Tagen. Diese Tage waren definitiv vollgepackt und lang, ich fand es also das absolute Minimum eines Aufenthaltes. Länger geht eben immer. 

Tokyo ist riesig, es machte für uns also absolut Sinn, nach Stadtteilen zu unterscheiden und so zu planen. Vor der Reise hatte ich vor allem Bedenken bezüglich der Sprachbarriere und dem Transport, was sich aber als sehr simpel herausstellte. Die Metro in Tokyo, bzw. in ganz Japan ist selbsterklärend und durch Google Maps ist es wirklich ganz easy von A nach B zu kommen. Maps verrät sogar, in welchem Wagon es derzeit am leersten ist und welchen Ausgang an den großen Stationen zu nehmen ist. Hier kann ich dir die Sorge also schon mal nehmen, denn alles in auch auf Englisch beschriftet und wirklich leicht zu deuten. Zahlbar sind die Fahrten mit der sogenannten Suica-Card. Diese kann man entweder physisch noch am Flughafen erwerben oder im Wallet des iPhones installieren und beliebig aufladen. 

Schon mal vorweg: Ich habe für Tokyo keine besonderen Restaurant-Tipps aus einem ganz einfachen Grund: Das Essen schmeckt einfach überall unfassbar gut. Ganz gleich, ob in einem Ramen- oder Curryrestaurant oder beim 7/11. Japan ist einfach next Level, wenn es ums Essen geht. Wir aßen unsere Ramen meist in Restaurants, die mäßige Bewertungen von nur 3* hatten, dennoch schmeckten sie überragend, was wohl für die Qualität des Essens spricht.

Ramen findet man übrigens generell unter den Stichworten Udon oder Soba Noodles in Google Maps. Meist bestellt man an einem Automaten und zahlt mit Bargeld. Die Speisen sind eigentlich immer in Form von Modellen im Schaufenster ausgestellt, so muss man also nur die passende Nummer wählen. Das Ticket gibt man beim Koch ab und erhält wenig später seine Mahlzeit. 

Ticketmaschine eines Udon Noodle Shops

Unser Hostel mit dem Namen ‘Lodging Tokyo Ueno’ lag in ruhiger Gegend unweit vom Ueno Park und dem eher traditionellen Viertel Asakusa. Die Gegend war nicht unbedingt zentral, aber absolut ok. Dennoch würde ich das Hostel nicht empfehlen, es war extrem hellhörig und es gab z.B. keine Locker für Wertsachen in den Dorms.

Generell würde ich im Nachhinein empfehlen, in Japan ein wenig mehr Geld für die Unterkünfte auszugeben, da der Komfort wirklich nicht besonders groß geschrieben wird. Es gibt kaum Platz sich zu bewegen in den kleinen Zimmern und die Matratzen glichen einer dünnen Decke. Vielleicht hatten wir mit unserer Auswahl an Zimmern aber auch einfach nur Pech.

Zweibettzimmer in einem Hotel - viel Platz ist nicht

Asakusa

Da Asakusa fußläufig zu erreichen war, startete unser Tokyo-Abenteuer genau hier im Viertel mit dem Besuch der Tempelanlage Senso-Ji. Dieser ist der berühmteste und meist fotografierteste Tempel der Stadt, gleichzeitig auch der Älsteste. Natürlich kann es hier gerne mal voll werden, ein Besuch ist er aber absolut wert.

Senso Ji, der wohl bekannteste Tempel Tokyos

Generell ist die Gegend um den Tempel sehr sehenswert. Im naheliegenden Sumida Park hat man z.B. einen tollen Blick auf den Skytree. Am Wochenende tummeln sich die Japaner hier und treffen sich auf ein Picnic im Park. 

Am besten kommt man mit ein wenig Hunger auf Desserts nach Asakusa. Bei Asakusa Kagetsudo Melonpan gibt es das ist Japan so berühmte Melonpan (eine Art süßes Brot) mit Matcha Eis Füllung. 

Gleich um die Ecke liegt der kleine Shop Chacha Futatsume. Hier gibt es eine Waffel gefüllt mit Süßem wie Bohnenpaste und Limonaden Marmelade, getoppt wird das ganze dann mit Matcha Spagetti Eis - richtig lecker!

Und wenn wir schon in Sachen Durchprobieren unterwegs sind. Abrunden kann man das mit einem besonderen Kaffee bei Hatcoffee. Der Name bedeutet eben genau das, was er meint: Der Kaffee hat einen Hut. Aus Milchschaum wird dem Kaffee also ein Hütchen gezaubert mit einem Motiv deiner Wahl wie zum Beispiel dem Mount Fuji oder einem Katzenkopf. Du kannst aber auch ein Bild deiner Wahl, also z.B. von deinem Hund auf den Kaffee zaubern lassen.

Den Besuch des Stadtviertels Asakusa kann man gut mit einem Spaziergang durch den Ueno Park verbinden, der mittels Metro schnell zu erreichen ist und hat so schon genug Programm für einen ganzen Tag ohne aber zu viel Zeit in der Bahn zu verbringen. Der Park ist riesig und es gibt sogar einen Zoo. Ansonsten kann man hier einige Schreine und Tempel besichtigen, Streetfood essen oder sich einfach nur treiben lassen.

Torii Gates im Ueno Park

Shibuya

Kommen wir zu Shibuya, DEM Stadtteil Tokyos schlechthin. Als erstes muss man da natürlich zur Shibuya Scramble, der weltweit größten Fußgängerkreuzung, die zu Stoßzeiten von mehr als 3000 Menschen gleichzeitig überquert wird. Wir haben uns eine Weile an den Rand gestellt und das Spektakel erstmal von außerhalb beobachtet. Tagsüber ist hier generell weniger los als am Abend, dennoch war es ganz schön trubelig. Nicht nur wegen der Menschenmassen, auch wegen der bunten Leuchtreklame und den Melodien der Werbeanzeigen. Die Werbung der Harry Potter Ausstellung für Warner Bros. Studios mit der unverwechselbaren Harry Potter Melodie laut schallend zwischen den Hochhäusern bleibt mir wahrscheinlich für immer in Erinnerung. 

Die Kreuzung muss man unbedingt von oben gesehen haben. Nur leider hatten wir während unseres Aufenthaltes etwas Pech. Generell gibt es 3 Möglichkeiten: Die erste wäre die Plattform Shibuya Sky, die auch wohl die imposanteste der 3. Mit einer Höhe von 229m kann man nicht nur die Kreuzung überblicken, sondern hat einen tollen Ausblick über die ganze Stadt. Tickets kosten um die 15€ und man muss unbedingt einige Zeit (mindestens 2 Wochen) vorher reservieren. Wir waren leider etwas zu spät dran und alle Tickets waren ausgebucht. 

Möglichkeit 2 ist Mag’s Park Rooftop und nicht unbedingt viel weniger imposant. Hier zahlt man eine Eintrittsgebühr von 1500 Yen (ca. 9€), der Eintritt inkludiert aber auch ein Getränk. Leider hatten wir auch hier Pech und standen schon oben am Eingang in der Schlange um ca. 17 Uhr. Die Bar wurde aber grade offenbar gereinigt und niemand konnte oder wollte sagen, wie lange die Reinigung dauern würde. Es könne sich um Minuten oder Stunden handeln. Merkwürdig - wir nahmen es hin und machten uns so wieder auf den Weg nach unten, weil wir die ungewisse Wartezeit nicht auf uns nehmen wollten. 

Die wohl günstigste Möglichkeit blieb uns ebenfalls verwehrt, scheint aber seit Kurzem wieder möglich zu sein: Starbucks Shibuya Mark City. Einfach ein Getränk kaufen und den Ausblick genießen. Während unseres Aufenthaltes war das Cafe leider wegen Renovierung geschlossen.

Aber Shibuya ist noch so viel mehr als die berühmte Kreuzung. Hier findet man alles, was das Shoppingherz begehrt. Von Luxusbrands über Kaufhäuser bis hin zu kleinen Boutiquen und Vintage Shops. Und grade Vintage Shops sind in Japan wirklich unverwechselbar. Eventuell habe ich 5 amerikanische Collage Pullover gekauft und nach Hause gesendet - aber nur eventuell. 

Anstellen für einen Vintage Shop mit Taschen von Luxusbrands

Den ersten originalen japanischen Matcha Latte genossen wir im Cafe “The Matcha”, denn hier gab es auch Kuhmilchalternativen. Für Matcha-Liebhaber ein absolutes Muss, der schmeckt in seinem Herkunftsland natürlich am besten. 

Harajuku

Von Shibuya ist es nicht weit nach Harajuku. Hier ist der Takeshita Street Square ein absolutes Highlight. Eine Gasse mit allerlei bunter Shops, die sämtlichen Schnickschnack bis hin zu Cosplay Kostümen und Mitbringsel aller Art bieten, aber auch ausgefallenes Streetfood. 

Takeshita Street

Und da es in Städten sowieso am besten ist, zu Fuß unterwegs zu sein, um einfach links und rechts in die Gassen schauen zu können, kann man von Harajuku aus zum Meiji Schrein gehen und schon auf dem Hinweg die Stadt auf sich wirken lassen. Naja und dann steht man plötzlich mitten im Wald, gefühlt ganz weit weg von der Millionen Metropole. Kaum vorzustellen, oder? 

Von Harajuku direkt in den Wald…

Der Meiji Schrein wurde 1920 erbaut. Er dient dem Gedenken des Kaisers Meiji und der Kaiserin Shoken. Aus ganz Japan wurden ca. 100.000 Bäume gespendet und von Freiwilligen eingepflanzt. Man hat hier die Möglichkeit, an Traditionen des Shinto-Glaubens teilzunehmen, wie etwa mit dem Erwerb eines Glücksbringers oder dem Beschriften Einers Holztäfelchens mit eigenen Wünschen.

Meiji Schrein

Shinjuku

Next Stop: Shinjuku

Kurzer Fakt am Rande: Shinjukus Bahnhof ist einer der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt und befördert täglich mehr als 2 Millionen Passagiere. An sich ist mit Shinjuku aber nur der Stadtteil um den gleichnamigen Bahnhof gemeint mit seinem Geschäfts- und Unterhaltungsviertel. 

In Shinjuku dreht sich also alles irgendwie um Unterhaltung. Hier solltest du unbedingt der Taito Station einen Besuch abstatten. Taito Stations findest du an sich in sämtlichen Städten Japans. Sie sind mehrstöckige Gebäude voller Spielautomaten. Eine Runde Mario Kart gefällig? Oder lieber versuchen, ein Kuscheltier am Automaten zu greifen, obwohl man sicherlich keines braucht? Ales möglich.

Zocken in einer Taito Station ist ein absolutes Muss

Im obersten Stockwerk findest du mein absolutes Highlight: Fotoautomaten! Hier kannst du Selfies von dir im Mangastyle schießen und drucken lassen - ein absolutes Muss, oder?

Die Gegend besteht hauptsächlich aus Wolkenkratzern. Hier kannst du von der Aussichtsplattform des Tokyo Metropolitan Government Building übrigens eine kostenlos Aussicht auf die Stadt genießen.

Shinjuku eingerahmt von der Kirschblüte

Bekannt ist Shinjuku aber vor allem für die 3D Katze, die auf einer der Werbetafeln alle 15 Minuten umhertigert. Die Geschichte der Katze ist eigentlich schon fast lustig. Im Viertel Shibuya dreht sich alles um den Hund Hachiko, während Eulen das Aushängeschild des Stadtteils Ikeburo sind. Shinjuku wollte im Game um das Tiermaskottchen mithalten können und so ging die Nachricht um die Geburt der 3D-Katze 2021 um die ganze Welt. Eigentlich ist sie übrigens ein Kater und auf Google Maps findest du ihn unter dem Begriff ‘Cat Board’. Die Katze wirkt im Dunkeln natürlich am besten.

Gleich um die Ecke findest du den berühmten Godzilla Kopf, der als Andenken an den Film an einem der Hochhäuser hervorragt.

Vorher kann man noch in der sogenannten Piss Alley vorbeischauen oder sogar eine Mahlzeit zu sich nehmen. Die Piss Alley, Omoide Yokocho ist eine Gasse, in der sich 60 kleine Restaurants und Bars aneinanderreihen. Sie ist übrigens immer der Jahreszeit angepasst geschmückt. In unserem Fall mit Kirschblüten, da wir zur Zeit dieser vor Ort waren. Besonders abends wird es hier natürlich ganz schön voll, eindrucksvoll ist es dennoch.

Die Omoide Yokocho geschmückt zur Jahreszeit der Kirschblüte

Minato City

In der Minato City gehört der Zojo-ji Tempel auf die Liste bei einem Tokyo-Besuch. Dieser ist der Haupttempel der Jodo-Sektion des japanischen Buddhismus. Das zugehörige, beeindruckende rote Tor Sangedatsumon ist das älteste Holzgebäude der Stadt.

Zojo-Ji

Die Tempelanlage liegt direkt am Tokyo Tower und am schönen Shiba Park. Wir schlenderten bei schönstem Sonnenschein durch den Park Richtung Azabudai Hills Mori JP Tower. Hier hat man vom 33. Stock kostenlosen Ausblick auf den Tower und bei klarem Wetter kann man sogar Mount Fuji erkennen.

Ein weiteres Highlight Tokyos ist das teamLab Planet, ein Museum moderner Kunst in dem man Teil des Ganzen wird. Da wir aber zur Zeit der Kirschblüte in Tokyo waren und ich natürlich auch die ganzen Fotospots abklappern wollte, dachten wir, ein Besuch würde nicht mehr in unseren Zeitplan passen. Tickets sind übrigens unbedingt so weit im Voraus zu buchen wie möglich. 

And that’s a wrap on Tokyo. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen Inspiration bieten und bei der Planung deiner Reise helfen!

Laura

Hi, ich bin Laura, seit einer ganzen Weile in der Welt unterwegs und habe eine Menge Geschichten von meiner Reise zu erzählen. Ich fühle mich gleichermaßen wohl in den Metropolen dieser Erde wie auch auf den schönsten Inseln am Strand oder bei einer Wanderung in den Bergen. Hier findest du von Allem etwas!

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