Mount Fuji - Sehenswürdigkeiten und Fotospots

Fujisan, der Vulkan in seiner perfekten Kegelform ist mit seinen 3776m nicht nur ein Symbol im japanischen Glauben für natürliche Schönheit, sondern auch ein Symbol für Japan selbst und eben als dieses in aller Welt bekannt. Mount Fuji gilt bis heute als aktiv, wobei er als geringfügig aktiv eingestuft wird. Der letzte Ausbruch war im Jahre 1707, war also auch nicht gerade gestern.

Mount Fuji - Wohnsitz der Götter

Mount Fuji ist von großer spiritueller Bedeutung im Shintoismus und Buddhismus. Im Shinto-Glauben ist er Wohnsitz von Göttern und da sein Gipfel auf den Himmel trifft gilt er als Verbindung zwischen irdischen und göttlichen Sphären. Für die Buddhisten stellt der Berg einen Ort zur spirituellen Reinigung dar.

Neben Gläubigen zieht der Vulkan auch Bergsteiger aus aller Welt an, diesen zu erklimmen. Möglich ist das allerdings nur während der Öffnung in den Sommermonaten von April bis September.

Postkarten-View

Die größte Chance auf Sichtbarkeit

Wie es mit Vulkanen aber häufig der Fall ist, ist die Sichtbarkeit nicht immer gegeben. Die höhere Chance auf Sicht des Fuji ist in den kalten Wintermonaten vom Herbst bis hinein in den Frühling und in den frühen Morgenstunden. Gerade im Sommer ist eher eher von Wolken bedeckt. Bei klarer Sicht ist der Gipfel sogar aus den Metropolen Tokyo und Hakone zu erkennen.

Klare Sicht auf Fuji

Um Fujisan gibt es einige Sehenswürdigkeiten, Ortschaften und Aussichtspunkte, also eine durchaus lange Liste an Dingen, die man erleben kann. Und um die Chance auf eine klare Sicht zu erhöhen macht es ohnehin Sinn, einen mehrtägigen Aufenthalt zu planen. Um aus dem Wirrwarr aus Aktivitäten und Ortschaften ein bisschen Klarheit zu schaffen, habe ich also diesen Blogbeitrag verfasst - inklusive meiner liebsten Fotospots natürlich.

Vorab schonmal: Wir verbrachten 3 Tage am Mount Fuji, was ich als absolut perfekt empfand. Dadurch hatte man nicht das Gefühl, man müsse nur eine Sehenswürdigkeit nach der nächsten abklappern. Außerdem erhöht ein längerer Aufenthalt natürlich die Sichtbarkeit

Shimoyoshida Honcho Street

How to get to?

Von Tokyo aus fährt mehrfach täglich das Busunternehmen Willer die Ortschaften rund um Fujikawaguchiko an. Wir buchten unsere Fahrt vorher online und zahlten hierfür ca. 13€ pro Person.

Von Osaka/ Kyoto aus ist die beste Verbindung wohl der Shinkansen nach Mishima. Von hier aus kann man mit den lokalen Bussen bis in die Ortschaften gelangen. Durch Navigation mit Google Maps ist es wirklich easy, die richtigen Haltestellen und Busse zu finden. Wir machten die Tour zwar andersherum (Mount Fuji - Osaka), hatten aber gar keine Probleme mit 2 verschiedenen Bussen nach Mishima zu gelangen. Zahlen konnten wir alle Fahrten mit dem Tappen unserer Suica Card. 

Where to stay?

Auch hier ist die Liste lang. Eine gute Ausgangslage für die meisten Sehenswürdigkeiten bieten die Orte Fujikawaguchiko und Fujiyoshida. Wir kamen in Fujiyoshida unter und ich liebe diesen Ort. Irgendwie hat man alles was man braucht und vor allem auch gute Anbindungen für öffentliche Verkehrsmittel, gleichzeitig wirkte es aber super local und ein bisschen wie ein kleines Dorf auf dem Land. Fujikawaguchiko fand ich hingehen wesentlich belebter und voller.
Wir kamen im Mt. Fuji Michaels Hostel unter (gebucht über Hostelworld), welches wirklich eine ganz große Empfehlung ist. Das Hostel war einfach urgemütlich. Gleichzeitig waren wir im Frühling vor Ort und Abends wurde es gerne nochmal frisch. In den Räumen wurde geheizt und es war einfach nur cozy. Alles war extrem sauber, es gab eine Küche, Kaffee und Tee rund um die Uhr, außerdem Doris und traditionelle japanische Doppelzimmer. Die Lage ist außerdem ebenfalls super, so ist man zu Fuß ca. 15 Minuten zum Bus Terminal mit dem Namen Mount Fuji Station unterwegs.

Highlights rund um Fujisan

Fujiyoshida

Fujiyoshida ist eine kleine Stadt am Fuße des Fujisan und beherbergt nicht nur die Fuji 5th Station, einen Startpunkt zu Wanderung des Berges, sondern auch mehrere Sehenswürdigkeiten rund um den Vulkan. 

Trotz der Bekanntheit ihrer “Insta-Spots” fand ichdie Stadt sehr entspannt und absolut nicht überlaufen. Ganz im Gegenteil: Ich hatte oft das Gefühl, es waren kaum andere Touristen vor Ort und Abends um 7 Uhr wurden hier die Bürgersteige hochgeklappt. Zumindest hatten die meisten Restaurants dann schon geschlossen und wir gaben uns mit leckeren Udon Noodles aus Convenience Stores gerne zufrieden.

Überall in Fujiyoshida hat man Mount Fuji im Blick

Gleich um die Ecke des Mt.Fuji Michaels Hostels liegt die erste “Sehenswürdigkeit”, oder sagen wir eher, der erste bekannte “Insta-Spot”, die Shimoyoshida Honcho Street. Die Straße mit ihren markanten Laternen und Kabeln rahmt Mount Fuji bei Sichtbarkeit perfekt ein und ist ein bekannter Fotospot.

Shimoyoshida Honcho Street

Es kann hier natürlich gerne mal voll werden, von daher lohnt sich frühes Aufstehen, was um Mount Fuji zu sehen aber ja sowieso von Vorteil ist.

'ein Bild für die Götter' - eifrige Fotografen am Hotspot auf der Shimoyoshida Honcho Street

Wer es lieber ruhiger hat und trotzdem ein Fotomotiv aus markanter Straße inklusive Fuji sucht, wird in der Nebenstraße fündig. Ich konnte nicht wirklich einen Straßennamen herausfinden, daher hier die Koordinaten für dich: (35.4901009, 138.8009369).

Nur eine Straße weiter ist wesentlich weniger los

Der nächste Hotspot ist die Chureito Pagode und ich denke, Bilder der Pagode mit dem mächtigen Vulkan im Hintergrund hat fast jeder schon einmal gesehen. Hier wird es tagsüber natürlich richtig voll, weswegen ein Besuch zum Sonnenaufgang die Wartezeit auf eine tolle Aussicht verkürzt. Wir waren erstmalig nachmittags vor Ort, die Schlange für die Aussichtsplattform, zu der nur eine gewisse Anzahl an Besuchern für einen Moment Zutritt hat war aber endlos lang. Das Gute am Einlass auf die Plattform ist aber: so ist sie zumindest niemals komplett überlaufen und man muss sich nicht gegenseitig auf die Füße treten. Am nächsten Tag kamen wir kurz nach Sonnenaufgang die Treppenstufen zur Plattform hochgelaufen - Morning Vorkaut gleich inklusive. Wir waren zwar nicht alleine, aber es war auch nicht voll und genügend Platz für jeden. Während unseres Besuches war Fujisan gerade dabei, sich so langsam hinter den Wolken wieder verstecken zu wollen, dennoch war die Aussicht inklusive der ikonischen Pagode wunderschön und trotz aller Beliebtheit für mich ein Must See in Japan.

Chureito Pagode

Eine wunderbare Beschäftigung für die Nachmittage im kleinen Dörfchen, nachdem man für die Sehenswürdigkeiten sicher früh aufgestanden ist, ist ein Besuch im Teehaus Matsuya Fujiyoshida. Mehr Tradition und mehr Japan geht wohl kaum. Die Besitzerin saß unten mit Freunden zusammen am Tisch bei Tee und Gesprächen und leitete uns hoch ins Obergeschoss.

Teehaus Matsuya

Man sitzt hier traditionell auf dem Boden, auf Kissen an einem kleinen Tisch. Hier war aber eigentlich alles ein Highlight, angefangen bei der urigen Karte bis über die Auswahl auf dem Menu oder die Gemütlichkeit während es draußen ein wenig nieselte. Wir bestellten Matcha, Kaffee, Chai und Cookies und es war einfach nur authentisch und richtig lecker.

Schon alleine das Menu ist Kult

Matcha Latte, Fermented Drink und Cookies

In Japan gibt es an Tempeln, Sehenswürdigkeiten oder U-Bahn Stationen oftmals die Möglichkeit, einen Stempel zu ergattern. Ein Stempelbuch- oder Block ist also Pflicht. In Fujiyoshida wirst du in der Tourist Information neben dem Busbahnhof Mount Fuji Station fündig.

Stempel aus der Tourist Info in Fujiyoshida

Fujikawaguchiko

Fujikawaguchiko ist wesentlich voller als als der kleine Nachbarort Fujiyoshida. Hier findet sich der Erlebnispark Fuji-Q-Highland und auch der bekannte Lawson, hinter dem Fuji bei guten Sichtverhältnissen hervorthront. Dieser Lawson ist über die Jahre einer der bekanntesten Fotospots in ganz Japan geworden und aufgrund vieler sich beschwerender Anwohner wurde im Mai 2024 ein Sichtschutz errichtet, so dass nun keine Bilder mehr gemacht werden können. Während unseres Aufenthaltes hatten wir tatsächlich noch Glück und konnten ein paar Schnappschüsse machen. Die Massen hier waren aber wirklich norm. Vor allem wurde oft einfach keine Rücksicht auf den Straßenverkehr genommen, so dass ich die Absperrung absolut nachvollziehen kann.

Der berühmte Lawson mit Fuji im Hintergrund

In einem kleinen Wagen unweit des Bahnhofes namens Matcha Rio gibt es sehr leckeren Matcha - auch mit pflanzlicher Milch.

Matcha Rio in Fujikawaguchiko

Ansonsten ist in Fujikawaguchiko in der Gegend sehr viel mehr los, als Fujiyoshida. Hier kommen natürlich sehr viele Tagestouristen aus Tokyo an. Um den Bahnhof herum findest du einige Cafés, Restaurants und Souvenir Shops. Mir persönlich hat die Ruhe in Fujiyoshida besser gefallen und ich war froh, dort untergekommen zu sein. Man hatte ein bisschen das Gefühl, wirklich in einem kleinen, ruhigen, japanischen Dorf zu wohnen.

Uriges Fujiyoshida

Die Gegend um die beiden Orte wird auch als Fuji 5 Lakes bezeichnet. Solche sind die Seen Yamanakako, Kawaguchiko , Saiko, Shojiko and Motosuko. Es lohnt sich, hier ein Fahrrad auszuleihen und die Wanderwege neben den Seen mit Blick auf den Vulkan entlang zu fahren. Oder man nimmt einfach den Bus und fährt zu den einzelnen Seen, so wie wir es gemacht haben. Die Aussicht auf Fuji im Hintergrund war schon wirklich schön, Fahrradfahren muss man aber mögen. 

Lake Kawaguchiko

Zu guter Letzt mein absolutes Highlight: Tenko Nu Torii - Torii Gate to the sky. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Eine ca. 20 minütige Busfahrt von der Fujisan Station entfernt findest du den Weg durch eine Siedlung und dann einen Berg hinauf und erblickst schließlich ein Torii sich perfekt in den Vordergrund des mächtigen Vulkans schmiegend. Was für eine Aussicht. 

Tenko Nu Torii

Der Schrein wurde erst 2019 errichtet um Fujisan zu ehren und hier zu beten. Die Japaner denken außerdem, dass man die gesamte Pracht des Vulkans nur aus der Ferne begreifen kann, das trifft hier in jedem Fall zu.

Zu Erreichen ist der Schrein ganz einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie bereits erwähnt, fährt ab der Mt. Fuji Station der Bus ‘Kofu Station North’, der ganz einfach mit der Suica Card bezahlbar ist. Man fährt bis zur Station Post Office und folgt dann nem Weg bergauf, den Google Maps vorgibt. Wir nahmen den ersten Bus morgens um 05.49 Uhr und erreichten das Torii um ca. 7 Uhr. Es waren nur eine Handvoll Menschen vor Ort. Aber nicht nur wegen der wenigen Menschen sollte man früh morgens vor Ort sein, sondern eben auch wegen einer klaren Sicht auf den mächtigen Vulkan.

Der Eintritt oder die Gebühr, um ein Foto zu schießen sind 100 Yen und jeder hat 3 Minuten für einen Shoot. Da wir so früh morgens da waren, war kein Personal da, um darauf zu achten oder die Gebühr zu verlangen. An die 3 Minuten-Regel hielt sich dennoch jeder und die 100 Yen kann man einfach in einen Behälter schmeißen. 

Laura

Hi, ich bin Laura, seit einer ganzen Weile in der Welt unterwegs und habe eine Menge Geschichten von meiner Reise zu erzählen. Ich fühle mich gleichermaßen wohl in den Metropolen dieser Erde wie auch auf den schönsten Inseln am Strand oder bei einer Wanderung in den Bergen. Hier findest du von Allem etwas!

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