Dein Guide für Kauai, Hawaii

Ich hatte während meiner 6 Wochen auf Hawaii die Möglichkeit, 2 Inseln zu besuchten. Die erste von beiden war Kauai, die Garteninsel. Und dieser Name bedeutet genau das was er eben meint: Die Insel sieht aus wie ein einziger Garten. Es ist unglaublich grün und Flora und Fauna sind bunt und vielfältig. Das Grün hat die Insel natürlich dem vielen Regen zu verdanken, so ist sie die Regenreichste der Inselgruppe. Die gesamte Westküste der Insel besteht aus einem Nationalpark und einem ganz besonderem Küstenabschnitt, den sicher jeder schon mal in den Jurassic Park Filmen gesehen hat: die Napali Coast. Schroffe Berghänge und Klippen mit tiefen Schluchten auf die der Pazifik mit all seiner Kraft trifft. 

Atemberaubende Klippen der Napali Küste im Westen Kauais

Das Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln auf Kauai ist eher bescheiden. Es gibt ein paar wenige Busse, die meist nur einmal pro Stunde von Süden über die Hauptstadt Lihue bis nach Norden fahren. Unsere Unterkunft lag in Princeville, ganz im Norden der Insel. Vom Flughafen aus waren es ca. 20 Gehminuten zur Bushaltestelle und dann weitere 45 Minuten Fahrt mit dem kleinen Bus. Jede Busfahrt kostet 3$, egal wohin und wie lange man fährt. Das Geld sollte man passend bereit halten.
Princeville fand ich als Ausgangslage für die Insel toll. Mein absoluter Lieblingsstrand, der Hide Away Beach und auch die natürlichen Rockpools des Queens Bath lagen in Gehweite, so dass wir nicht für jeden Tag unseres Aufenthaltes einen Mietwagen brauchten.
Da kein Bus in die State Parks im Westen der Insel fährt, kommt man um diesen aber dennoch nicht drum herum. Neben allbekannten Anbietern von Mietwagen gibt es USA-weit die App Turo, auf dessen Plattform man Wagen von privaten Vermietern mieten kann, quasi AirBnB für Autos. Hier kann man auch zwischen unterschiedlichen Versicherungen wählen und spart im Gegensatz zu einem normalen Mietwagen schon deutlich Geld. Wir haben Turo auf der Insel Oahu ausprobiert, da wir von dieser erst dort erfahren haben und haben durchweg gute Erfahrungen gehabt. Um das Portmonee auf den ohnehin schon irre teuren Inseln zu schonen eine super Möglichkeit.

Aloha von der Garden Island!

Der höchste Berg der Insel - Mount Waialeale, gleichzeitig der regenreichste Ort der Erde, man sieht ihn eigentlich immer in einer Wolke

Must do - Hiken

Auf Hawaii gilt: Hier muss man einfach wandern! Die bekannteste Wanderung ist die 2 Tageswanderung namens Kalalau Trail, für die man einen Permit benötigt, da sie so beliebt ist. Wir waren hierfür leider bereits zu spät, alle Spots waren ausgebucht. Es gilt also im Voraus zu planen, aber auch nicht zu früh, denn den Permit kann man maximal 100 Tage vor der Wanderung erwerben. 

Es gibt aber auch unzählige kostenlose Wanderungen an der Napali Coast, wir durchstöberten hierfür einfach die App AllTrails und suchten uns 2 Hikes aus: wir begannen mit dem Honupu Trail und wanderten am nächsten Tag den etwas kürzeren Kalepa Ridge Trail.
Der Schwierigkeitsgrad des Honopu Trail Head ist durchaus moderat, wenn nicht sogar als schwer einzustufen. Während unserer Wanderung war es sehr trocken und hatte einige Zeit nicht geregnet. Zum Teil ist Klettern gefragt und das Terrain war sehr rutschig, obwohl es staubtrocken war. Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei Regen in den vorherigen Tagen zu Schlamm kommt und noch rutschiger wird. Außerdem würde ich eine lange Hose empfehlen, da einige Teile der Strecke durch kratzendes Grün führt.

Aussicht vom Ziel der Wanderung ‘Honopu Trail Head’

Der Kalepa Ridge Trail ist meiner Meinung nach etwas leichter zu bewältigen. Leider scheint er permanent geschlossen worden zu sein.

Beide Hikes waren unglaublich und zählen ganz gewiss zu den schönsten Hikes, die man ich nur ausmalen kann. Die Aussichten waren unvergleichlich und obwohl Hawaii so ein beliebtes Urlaubsziel besonders bei den Amerikanern ist, konnten wir diese ganz für uns genießen, es war keine Menschenseele weit und breit zu sehen.

Aussicht vom Kalepa Ridge Trail, der leider mittlerweile geschlossen ist

Hawaii ist, wie der Rest der USA auch ein absolutes Paradies für Autofahrer. Soll heißen - ohne Auto ist es schwer von A nach B zu kommen, aber auch, dass man mit dem Auto fast zu jedem Lookout vorfahren kann. So auch zum Waimea Canyon. Der Lookout ist ein Muss, im Canyon soll es aber auch schöne Wanderungen geben, die wir aufgrund von Zeitmangel leider nicht mehr schaffen konnten.

Waimea Canyon Lookout

Wir hatten die Küste nun also von oben gesehen, fehlt noch der Blick vom Boot aus. Ich hatte während unseres Aufenthaltes auf Kauai Geburtstag und meine Familie überraschte mich mit der Segeltour, die ich mir so sehr gewünscht hatte. Etienne war natürlich eingeweiht und plante den Tag für uns. Warum wir uns den Wunsch nicht selber erfüllten? Ganz einfach eine Frage des Preises, so eine Segeltour kostet mehr als 200$ pro Person.

Auf dem Katamaran vor der Napali Küste - was für ein Erlebnis

Unsere Tour startete Nachmittags zur Napali Küste und endete mit dem Sonnenuntergang wieder am Hafen in Eleele. Unser Boot war ein Katamaran und um zur schroffen Küste zu gelangen wurde auf dem Hinweg der Motor genutzt um schneller das Zeil zu erreichen. Angekommen hatten wir genügend Zeit, um die unglaubliche Napali Küste zu genießen. Nach einiger Zeit und ein paar Snacks wurden die Segel gehisst und wir segelten Richtung Hafen zurück immer dem Sonnenuntergang entgegen. Getoppt wurde die sowieso schon perfekte Tour von Delfinen, die eine Weile mit uns mitschwammen und zu spielen schienen.
Wir buchten dir Tour über Capt’n Andys und würden diese absolut weiterempfehlen. Natürlich sind Touren auf Hawaii nicht unbedingt budgetfreundlich, aber ein einmaliges Erlebnis und das Geld wert.

Schroffe Klippen und stürmischer Ozean vor der Napali Küste

Beaches und sonstige Highlights

Aber neben all den Aktivitäten sind auch Kauais Strände natürlich nicht unerwähnt zu lassen, wir reden hier schließlich von Hawaii. Unsere Unterkunft in Princeville war fußläufig zu einem der schönsten Strände der Insel: dem Hideaway Beach. Eigentlich nur ein ganz kleiner Strandabschnitt, aber durch einen kleinen Abstieg am Hang zu erreichen und mit unglaublich schöner Kulisse im Hintergrund: die Klippen der Napali Küste.

Der Hideaway-Beach, sicherlich kein Geheimtipp, aber trotzdem nur mäßig besucht lädt er vor allem zum Schnorcheln ein

Weitaus bekannter ist sicherlich der Tunnels Beach, der ebenfalls im Norden liegt und nur mit dem Auto zu erreichen ist. Hier kann man direkt vom Strand aus schnorcheln und die Unterwasserwelt entdecken. Das Meer hier ist sehr ruhig, fürs Schnorcheln also perfekt. Der Strand ist ewig lang und hier findet jeder ein ruhiges Plätzchen.

Tunnels Beach im Norden Kauais

Das Queens Bath in Princeville ist ein weiteres Highlight auf Kauai. Hier findest du einige natürliche Rockpools, zu denen man aber ein wenig klettern muss. Das macht den Reiz doch aber aus, oder? Außerdem hat man die Pools deswegen oft für sich alleine.

Sich Treiben lassen in den Rockpools des Queens Bath

Aussicht auf die Napali Küste vom Queens Bath

Wenn wir schon beim Norden sind, so ist auch ein Besuch des bunten Ortes Hanalei samt seinem Pier und unschönen Strand Pflicht bei Aufenthalt auf Kauai. Die vielen kleinen Shops und Cafés laden hier zum Schlendern ein und die Auswahl an Kleidung, Bademode, Accessories und Souvenirs hier ist riesig, bunt und einfach nur toll. Wenn das Backpacker Budget nicht gewesen wäre…
Der Strand um das Hanalei Pier ist übrigens genau so wie man sich Hawaii vorstellt. Ein Wachturm für die Baywatch, die Napali Küste im Hintergrund und klares, türkises Wasser.

Hanalei

Das Hanalei Pier

Hanalei Beach

Essen & Trinken

Ich will ehrlich sein, wir waren nur eine Woche auf Kauai unterwegs und das natürlich ein wenig im Sparmodus. Eine Acai Bowl zu meinem Geburtstag ließ ich mir allerdings nicht nehmen und die hatte es in sich. Anake’s Juice Bar ist also eine ganz große Empfehlung!

Eine typische Bowl in Anake’s Juice Bar

Laura

Hi, ich bin Laura, seit einer ganzen Weile in der Welt unterwegs und habe eine Menge Geschichten von meiner Reise zu erzählen. Ich fühle mich gleichermaßen wohl in den Metropolen dieser Erde wie auch auf den schönsten Inseln am Strand oder bei einer Wanderung in den Bergen. Hier findest du von Allem etwas!

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