… Malaysia

Auf einen Blick:

  • Hauptstadt: Kuala Lumpur

  • Sprache: Bahasa Melayu (Malaiisch)

  • Währung: Ringgit

  • Einreisebestimmungen: visumsfreie Einreise für Deutsche bis zu 90 Tagen

  • Reisezeit: Trockenzeit von November bis April

Malaysia grenzt an Thailand und Singapur und wird von vielen Reisenden gerne mal übersehen, obwohl das Land wirklich eine große Vielfalt zu bieten hat. Kuala Lumpur, die lebendige Hauptstadt ist als Weltmetropole wohl jedem ein Begriff. Im Norden liegen die berühmten Teeplantagen um die Cameron Highland und im Westen des Landes die Insel Penang die mit Georgetown für gutes Essen und viel Streetart bekannt ist. Auch in Sachen Inseln muss Malaysia sich nicht verstecken. Langkawi gilt als kleines Paradies und ist vor allem bei vielen für die Flitterwochen beliebt. Tioman ist vor allem bei Tauchern ein Begriff und bietet eine tolle Unterwasserwelt. 

Und nicht zu vergessen: der malaysische Teil von Borneo, der drittgrößten Insel der Welt, die für Regenwald und Tierwelt steht. Nur hier und auf der Nachbarinsel Sumatra (Indonesien) leben noch wilde Orang-Utans.

63,5% der Bevölkerung Malaysias gehören dem Islam an, die restlichen Menschen sind hauptsächlich Buddhisten, Christen und Hindus, was die Kultur zu einer ganz anderen macht, als im Nachbarstaat Thailand. Mir war das z.B. bewusst, dennoch hatte ich nicht so große Differenzen erwartet. Und das ist weniger negativ gemeint als blauäugig von mir, aber deswegen reise ich ja: um die Länder und ihre Kulturen kennen zu lernen.

Die Malaysier sind ein unglaublich freundliches und hilfsbereites Volk, die gut englisch sprechen. Besonders hervorheben muss man hier auch die Kulinarik, das Essen war wirklich richtig gut. Es gibt viele sogenannte “Porridge Restaurants”, die eine Art Buffet anbieten, wo für jeden etwas dabei ist. Man bekommt einen Teller Reis und darf die restlichen Speisen selber auftun. Es gibt viel vegetarisches im Angebot, meist Tofu oder Tempeh, manchmal auch nur Gemüse. Abgerechnet wird dann der ganze Teller und das ist meist richtig günstig; Viel mehr als 2€ haben wir für unsere Mahlzeit nie bezahlt.

Einen kleinen Minuspunkt muss ich Malaysia zuschreiben in Sachen Transport, was unsere Reise auch verkürzte. Züge und Busse zwischen den einzelnen Destinationen wie z.B. Georgetown und Kuala Lumpur oder von der thailändischen Grenze Richtung KL sind gerne mal einige Tage oder sogar Wochen vorher ausgebucht, so war es bei uns der Fall. Vielleicht lag es daran, dass gerade Chinese New Year gefeiert wurde oder Ferien waren, aber für uns war es nicht möglich spontan hin und herzukommen. Es war unsere erste Reise nach Malaysia, natürlich ist eine Planung und das Buchen von Transporten dann erstmal etwas komplizierter, weil man viele Verbidungsorte noch nicht kennt. Während wir im Land waren, erfuhren wir, dass es sich lohnt, nach Verbindungen zu Nachbarorten- oder Städten zu schauen. Das ist dann natürlich mit einer Grabfahrt verbunden, also für spontane Reisen möglich, aber mit Aufpreis. Wir entschieden uns nach einer Weile in Kuala Lumpur und auf Borneo unsere Reise nach Singapur fortzusetzen. Was Malaysia aber nicht weniger interessant macht und auf die Liste “für später” setzt.

Good to know - ein bisschen Talk unter Reisenden

  • ich habe es oben bereits erwähnt, von A nach B zu kommen gestaltete sich für uns in Malaysia nicht ganz so einfach, da viele Züge und Busse bereits ausgebucht waren, hier vielleicht einige Wochen vorher schon nach seinen Transportmöglichkeiten schauen. Falls auch in deinem Fall bereits viel ausgebucht ist, lohnt es sich, nach Verbindungen in die Nachbarstädte zu suchen

  • richtig gutes Essen (auch vegetarisch) fanden wir in sogenannten Porridge Restaurants, hier bekommt man einen Teller mit Reis und kann wie am Buffet auswählen, gezahlt wird zum Schluss das was auf dem Teller ist (eigentlich nicht mehr als 2€)

Kuala Lumpur

Kuala Lumpur hat sich als Weltmetropole einen Namen gemacht, steht aber immer so ein bisschen im Schatten anderer Städte wie Bangkok und Singapur. Bekannt ist die Stadt für ihre Twintower, die Petronas Towers. Diese sind mit 452m und 88 Stockwerken die höchsten Zwillingsgebäude der Welt und beherbergen Einkaufszentren, Banken und das Citycenter KLCC.

In Kuala Lumpur findet wie auch in anderen asiatischen Großstädten das Leben auf der Straße statt und tobt besonders nachts. Es gibt unzählige Straßenmärkte mit viel Steetfood und Restaurants mit kleinen Plastikstühlen auf den Bordsteinen. Besonders hervorstechend ist China Town. Gelegen an der Pentaling Street und bekannt für seinen Markt mit viel (gefälschter) Mode, Accessoires und Urlaubsmitbringseln, aber natürlich auch gutes Streetfood. Auf dem naheliegenden Central Market verkaufen Künstler handgemachte Dinge, währenddessen du richtig gute Nudelgerichte und Curries findest.

Kuala Lumpur ist wesentlich kleiner als beispielsweise Bangkok, hier ist man relativ schnell und gut zu Fuß unterwegs, was ja in Städten sowieso die beste Art und Weise ist, diejenige zu entdecken. So lohnt sich auch in Kuala Lumpur ein Spaziergang, denn es gibt an jeder Ecke etwas zu sehen. Wir schlenderten von unserer Unterkunft vorbei am Merdeka Square, an dem eine 95m hohe Fahne den Ort kennzeichnet, an dem die malaysische Flagge erstmalig gehisst wurde.

Weiter ging’s zur Kwai Chai Hong, einer kleinen, bunten Gasse mit Streetart, die das Leben in KL’s China Town der Historie aufzeigen soll. Anschließend landeten wir in China Town und fanden günstiges und leckeres Essen im Tang City Food Court.

Bei vielen Touristen beliebt ist die Jalan Alor, die eine Art Streetfoodmarkt mit Allerlei aus der malaysischen aber auch thailändischen Küche. Wir schlenderten einmal rüber, fanden die Preise aber recht teuer, so wie es bei “Touristenattraktionen” eben oft der Fall ist. Man wurde von sämtlichen Restaurantmitarbeitern direkt aufgerufen und aufgefordert, in ihrem Restaurant zu essen. Wir fanden das ziemlich anstrengend.
Ein weiteres Highlight KL’s ist natürlich Downtown um die beiden Zwillingstürme. Diese kann man besonders gut aus dem KLCC Park bewundern oder fotografieren. Hier findest du auch einen Wasserpark mit Poollandschaft, in der heißen Stadt mit noch höherer Luftfeuchtigkeit wohl eine willkommene Abkühlung.

Wohl jeder, der schon mal Bilder von Kuala Lumpur gesehen hat, kennt auch die berühmten Batu Caves, eine rund 400 Jahre alte Höhlenformation, in der eine hinduistische Tempelanlage erbaut wurde. Zu den Höhlen führen 272 bunte Stufen, umrahmt von der 2006 erbauten, 43m hohen goldenen Statue des Gottes Murugan.

Die Bilder der Treppen und der Anlage sehen wirklich wunderschön aus, so wollten natürlich auch wir uns selbst ein Bild davon machen. Bereits im Vorhinein habe ich aber oft gelesen, dass sich Massen an Menschen hier tummeln und das die ganze Anlage dreckig und vermüllt sein soll.

Wir planten unseren Besuch so früh wie möglich, nahmen den ersten Zug von unserer Richtung Endstation Batu Caves und kamen um etwa 7.45 Uhr an. Wir waren sicherlich nicht die einzigen Besucher, aber Menschenmassen blieben uns zum Glück noch verwehrt. Bestätigen tat sich allerdings die Tatsache der Verhüllung. Zwar wurden die Treppenstufen gerade gereinigt und gefegt, der Müll wurde allerdings nur an die Seiten gefegt und es stank aus vielen Ecken bestialisch. Ich für meinen Teil würde nicht voneinem Besuch der Caves abraten, wenn man aber wenig Zeit in KL verbringt, müssen sie nicht unbedingt auf die To Do Liste.

Wesentlich schöner und sehenswerter als die Batu Caves war die chinesische Tempelanlage Thean Hou.

Die Tempelanlage, die 1989 erbaut wurde bietet eine Gebetshalle mit 3 Altaren und vielen unglaublich schönen, farbenfrohen Details auf mehreren Ebenen. Der Eintritt hier ist kostenfrei.

Wie aber auch bei den Caves lohnt sich ein Besuch am frühen Morgen, da die Anlage nicht nur als Tempel dient, sondern auch als Ort, an dem Eheschließungen vollzogen werden. Am frühen Vormittag kann es also gerne mal voll werden.

Borneo

Borneo ist Asiens größte Insel und die drittgrößte weltweit. Sie fasst ungefähr 751.000 Quadratkilometer. Die Insel ist aufgrund geschichtlicher Hintergründe auf 3 Staaten aufgeteilt; So gehört der südliche Teil zu Indonesien und der nördliche zu Malaysia und Brunei.

Der vielschichtige Regenwald der Insel um den Äquator zählt zu den ältesten der Welt und ist bekannt, als einer der einzigen 2 Orte auf der Welt das Zuhause frei-lebender Orang-Utans zu sein. Die Primaten findet man ansonsten nur auf der indonesischen Insel Sumatra. Noch - und das schreibe ich mit Gänsehaut, denn noch nie auf meiner Reise um die Welt war ich bei Ankunft an einem neuen Ort so negativ geschockt worden, wie es auf Borneo der Fall war. Wenn ich an Borneo dachte, dachte ich an DAS Dschungel-Paradies schlechthin. Grüne Regenwälder, Artenvielfalt, wilde Natur. Was ich für eine 2(!!!)-stündige Fahrt aus dem Autofenster sehen durfte war aber kein Regenwald, es waren Palmölplantagen. Mir war bewusst, dass Palölplantagen und damit eingehende Regenwaldrodung weltweit ein großes Problem darstellen, aber dieses Ausmaß kann man sich einfach nicht vorstellen. 

Wir besuchten also den malaysischen Teil der Insel Borneo und landeten im nördlichen Städtchen Sandakan. Flüge von Kuala Lumpur aus gibt es täglich und zu jeder Tageszeit. Zwar ist Borneo wunderbar individuell zu bereisen und bietet mit Dschungeltrekking oder dem Aufstieg auf den höchsten Berg der Insel, dem Kinabalu richtige Abendteuer, wir entschieden uns aber für eine 3-Day-1-Night Tour am und auf dem Kinabatangan River. Dazu findest du im folgenden Blogpost mehr.

Kinabatangan River
Tour, Boneo

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