… Mexiko
Auf einen Blick:
Hauptstadt: Mexiko Stadt
Sprache: Spanisch
Währung: Mexikanische Pesos
Einreisebestimmungen: visumsfreie Einreise für Deutsche bis zu 90 Tagen
Reisezeit: ganzjährig je nach Region
Mexiko ist eine Destination, die so viel mehr zu bieten hat, als ich vor der Reise in das bunte Land zu wissen vermag. Das größte Land Mittelamerika ist aber eben vor allem eines: wirklich groß. Wir hatten noch 3 Wochen Zeit und merkten schnell, dass das bei Weitem nicht reicht. Für viele steht Mexiko für Karibik, für Partyurlaub und für bekannte Insta Spots wie Tulum. Aber es ist wirklich so viel mehr. Die Yucatan Halbinsel ist der touristische Teil des Landes, Cancun ist sowas wie der Ballermann der Amerikaner und in Tulum muss man sich für Fotos an beliebten Orten anstellen. Aber Yucatan hat neben wunderschöner Küste auch Naturwunder zu bieten; die Cenoten. Unterirdische Kartshöhlen mit Grundwasserzugang, oder in vereinfachten Deutsch gesagt: Löcher im Erdboden mit kristallklarem Wasser. Wie cool ist das bitte? Und nicht nur das, sondern auch eines der 7 Weltwunder: Chichen Itza.
Für eine unglaubliche Natur ist auch der Bundesstaat Chiapas bekannt, hier gibt es Wasserfälle, Canyons und vieles mehr, aber auch tolle Kollonialstädte mit ganz viel Charme. Die Pazifikküste rund um den Ort Puerto Escondido ist ein weiteres Highlight einer Mexiko Reise und in Cabo San Juan, ganz im Norden des Landes kann man Grauwalen zur richtigen Saison ganz nahe kommen.
Wohl in aller Munde ist auch Mexikos Mafia. Ich habe mich aber zu jedem Zeitpunkt und in allen bereisten Orten wohl und sicher gefühlt, auch wenn ich zum Joggen alleine auf der Straße unterwegs war. Die Mexikaner grüßten immer sehr freundlich und ich hatte schon fast den Eindruck, man wolle auch, dass sich Touristen sehr wohl fühlen. In Mexiko begeisterten mich außerdem alle Unterkünfte, in denen wir unterkamen. Es waren eigentlich immer eine Art von Homestay, wir wurden zum Tacos essen eingeladen oder einfach so zum Busbahnhof gefahren. Das war absolute Gastfreundlichkeit.
Good to know - ein bisschen Talk unter Reisenden…
Mexiko ist riesig, das Land ist viel größer als man denkt und in 3 Wochen schafft man viel weniger, als man denkt
man fährt zwischen den Destinationen hauptsächlich mit dem Ado Bus, die Tickets sind entweder online oder an den Bus Terminals zu erwerben. Eine Ausnahme gibt es aber: Die Strecke von San Cristobal de las Casas nach Palenque oder umgekehrt gilt als unsicher. Hier sind die Tourenanbieter darauf eingestellt, Reisende mit samt ihren Backpacks mitzunehmen. So machten wir eine Tour startend in San Cristobal, besichtigten 2 Wasserfälle, die Ruinen von Palenque und wurden dort vor Ort am späten Nachmittag abgesetzt
San Cristobal de las Casas
Während unserer 3 Wochen limitierten wir uns auf die Städte San Cristobal de Las Casas und Palenque, sowie Bacalar und seine Lagune der 7 Farben und Valladolid und seine Cenoten.
Von Guatemala aus kamen wir mit unserem Shuttle in San Cristobal an, eine der wunderschönen und bunten Kolonialstädte. Hier ist die Stadt an sich eine Sehenswürdigkeit. Die vielen bunten Wände der Häuser und Oldtimer auf den Straßen - spazieren gehen und sich treiben lassen ist hier ein Muss. Um den zentralen Platz der Stadt findest du viele tolle Cafés und Restaurants. Meine Favoriten waren das Café Libre, in dem man unbedingt die argentinischen Alfajores probieren muss. Kekse mit einer Creme namens Dulche de Leche und Kokosnussflocken obendrauf. Richtig guten Mittagstisch aus 3 Gängen gab es im Restaurante Maya Pakal.
Palenque
Von San Cristobal ging es nach Palenque. Per Tour wurden wir im Hostel abgeholt, besuchten am gleichen Tag 2 Wasserfälle und die Ruinen von Palenque. Der erste Wasserfall waren die Cascadas de Agua Azul, hier gibt es türkisblau schimmerndes Wasser über mehrere Plateaus zu sehen. Wunderschön, gar keine Frage, aber der ganze Ort war eher ein Schauplatz für Massentourismus. Über die gesamte Länge der Wasserfälle finden sich parallel dazu Verkaufsstände und überteuerte Restaurants vor. Um ehrlich zu sein waren sogar mehr Verkäufer vor Ort, als Touristen, die sich den Wasserfall ansahen, das hielt sich nämlich wirklich in Grenzen. Erschreckend fand ich auch, wie viele Kinder von ihren Eltern losgeschickt wurden, Mitbringsel wie z.B. Armbänder an Touristen zu verkaufen.
Wasserfall Nummer 2 war der steil zu Boden stürzende Misol Ha, den ich aufgrund seiner Höhe und daraus entstehenden Kraft des Wassers wirklich beeindruckend fand. Auch hier war natürlich einiges los, aber immerhin etwas weniger Shops als beim ersten Stopp.
Der 3. Stopp des Tages waren die Maya Ruinen von Palenque. Die alten Gemäuer im Dschungel und mittlerweile mit der Natur in Symbiose waren beeindruckend, keine Frage. Aber hier kam der Massentourismus zum absoluten Höhepunkt. Ich habe noch nie so viele Shops und Verkaufsstände auf einem Haufen gesehen. Wir hatten auf dem Gelände keine ruhige Minute, keine einzige, in der wir mal nicht ein Angebot ausschlagen mussten. Das war unglaublich anstrengend.
In Palenque an sich gibt es sonst gar nicht so viel zu erleben, der Ort dient eher als Ausgangspunkt für die Besuche der Wasserfälle und Ruinen. Wir verbrachten unsere verbliebene Zeit damit, die weitere Reise zu planen.
Bacalar
Next Stopp: Bacalar. Bacalar ist bekannt für die Laguna de 7 Colores - zu deutsch: Lagune der 7 Farben. Die Lagune ist bekannt für ihre eben 7 verschiedenen Blautöne bekannt. Diese entstehen durch die unterschiedlichen Tiefen des Sees, das klare Wasser und die reflektierende Sonne. Die Farbpalette reicht von Türkis über Azurblau bishin zu einem tiefen Marineblau.
Der kleine, anliegende Ort Bacalar lädt zum Verweilen am See ein. Hier gibt es viele Beach Clubs mit direkten Zugang zum Wasser, Restaurants und Cafés. Leider sind die Beach Clubs alle kostenpflichtig und Hostels mit Zugang zum See recht teuer und es gibt nur einen öffentlichen Zugang mit einem Steg. Diesen findest du bei Google Maps unter dem Namen “Balneario del Fondo”.
Für ein paar Stunden sollte man sich auf jeden Fall in einem der Beachclubs ein Kayak mieten, um die Lagune zu erkunden. Neben den unglaublichen Farben gibt es nämlich noch weitere Besonderheiten: Cenoten mit Grundwasserzugang, die quasi in der Lagune liegen. Man sieht sie schon von Weitem, denn das Wasser schimmert in einem kreisförmigen Umgang fast schwarz. Wir paddelten zu Cenote Negro bis hin zur Cenote Esmeralda. Die Tour dauerte mit Rückfahrt ungefähr 2,5 Stunden.
Valladolid
Letzter Halt in Mexiko war die Stadt Valladolid. In und um die Stadt herum gibt es eine ganze Menge zu entdecken. Valladolid ist Ausgangsort für eine Tour zum Maya Tempel Chichen Itza, einem der 7 Weltwunder. Außerdem gibt es in der Umgebung einige Cenoten, was zu einem Ausflug mit dem Roller einlädt. Aber schon alleine die schöne Altstadt der Stadt ist ein Highlight an sich.
Chichen Itza stand für uns als erstes to do auf dem Plan. Von der Calle 46, die auch als Calle de los Frailes bekannt ist fahren Collectivos (Sammeltaxen) zum Tempel. Der erste Bus startet morgens um 7 Uhr und den nahmen wir natürlich, um so früh wie möglich anzukommen. Ein Ticket für die Hin- und Rückfahrt kostete uns ca. 3 € (11/2022).
Zwar mussten wir vor Ort ein wenig am Ticketverkauf in der Schlange warten, auf dem Gelände verliefen sich die Massen aber sehr gut, so dass man das Weltwunder um kurz nach 8 noch einigermaßen in Ruhe genießen konnte.
Chichen Itza war nach dem Kolosseum in Rom und dem Machu Picchu in Peru das 3. Weltwunder und mindestens genauso beeindruckend wie die anderen beiden. Es ist schwer vorzustellen, dass Bau der Stätte wohl schon um 1533 erfolgte. Wie war es bloß möglich, bereits vor so vielen Jahren eine Stadt mit solcher Architektur und Präzision zu errichten? Der Name Chichen Itza bedeutet übrigens so viel wie “am Rande des Brunnens”.
Ab 10 Uhr begannen die ersten Tourenbusse einzutreffen und es wurde richtig voll auf dem Gelände. Wir waren mit unserer Besichtigung aber schon durch und machten uns dann wieder auf den Heimweg.
Für den nächsten Tag mieteten wir uns einen Roller, um einige Cenoten zu besuchen. Und eins schonmal vorweg; das ist absolut kein günstiger Spaß. Schon alleine der Roller kostete schlappe 30€ pro Tag. Direkt morgens um halb 9 erreichten wir die erste Cenote, die Cenote Oxman. Der Eintritt hier liegt bei ca. 8€ pro Person, ganz schön happig. Die Cenote, also eine Karsthöhle mit Grundwasserzugang in tiefem blau war aber wirklich wunderschön. Man hat wirklich den Eindruck, sie sei einfach ein Loch im Boden. Das Wasser ist klar und man kann fast bis zum Boden sehen. In der Cenote Oxman ist es Pflicht, eine Schwimmweste zu tragen. Es gibt zusätzlich Schwimmringe und man kann mit schwingenden Seilen ins Wasser springen. Ab 10Uhr trafen auch hier einige Tourenbusse mit einer Menge Menschen ein, so dass wir uns auf den Weg zur nächsten Cenote machten.
Das Gelände der Cenote Secreto Maya lag etwas weiter außerhalb, wir fuhren ca. 50 Minuten mit dem Roller. Bereits das ganze Gelände um die Cenote war unglaublich schön angelegt. Es gab Umkleidekabinen, Duschen und ein Restaurant. Ich hatte fast ein schlechtes Gewissen, nichts gegessen zu haben, weil in der gesamten Aufmachung so viel Mühe steckte. Der Eintritt kostete ca. 13€ und im Nachhinein würde ich empfehlen, einfach nur die Cenote Secreto Maya zu besuchen und sich den Eintritt für andere Cenoten zu sparen. Wir hatten die Cenote für eine ganze Weile ganz für uns. Man kann hier von verschiedenen Plattformen aus springen, die höchste ist ganze 20m hoch.
Besonders die Unterkünfte, die wir in Mexiko besucht hatten, verdienen eine Erwähnung, da wir so freundlich aufgenommen wurden. Leider sind 2 der Zimmer nicht mehr bei Booking oder AirBnB zu finden.
In San Cristobal wohnten wir einige Tage im Hostal Posada Mi Casa und wurden hier mehrfach zum hausgemachten Tacos Essen eingeladen.
Ein paar persönliche Empfehlungen auf einen Blick
Cafe Libre, San Cristobal
Restaurante Maya Pekal, San Cristobal
Taqueria Loncheria Olich, Valladolid
Cenote Maya Secreto
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