… Laos

Auf einen Blick:

  • Hauptstadt: Vientiane

  • Sprache: laotisch

  • Währung: Kip

  • Einreisebestimmungen: Visa on Arrival für Deutsche für 30Tage (40USD)

  • Reisezeit: November bis März

Laos ist das einzige Binnenland in Südostasien ohne Anbindung ans Meer und grenzt an Thailand, China, Kambodscha, Vietnam und Myanmar. Die etwa 7,6 Millionen Einwohner des Landes, die man als Laoten bezeichnet verteilen sich auf 236.800 Quadratkilometer und sprechen die offizielle Sprache ‘Laotisch’. Die Landschaft ist geprägt von Bergen, Karstlandschaften, tropischen Wäldern und Reisfelder, während sich der Mekong-Fluss durchs ganze Land schlängelt und auch die Grenze zu Thailand bildet.

 Laos wird unter Reisenden häufig noch als Geheimtipp, wenig besucht und authentisch bezeichnet. Nach meinem Besuch Ende 2024 mag ich das aber bezweifeln. Besonders der nördliche Teil des Landes ist sehr gut besucht. Seit Ende 2021 gibt es eine direkte Bahnverbindung aus China bis nach Vientiane, der laotischen Hauptstadt und bringt Chinesen wirklich massenweise ins Land. Gerade Luang Prabang und auch Vang Vieng waren unglaublich überlaufen. Aber nicht nur von Chinesen. Die Vielfalt an Reisenden aus aller Welt ließ mich zum Teil wundern. Viele ältere Franzosen (aufgrund der Kolonialisierung der Franzosen im Jahr 1893 sicherlich sehr interessant für die Europäer), Backpacker aller Art, leider aber auch Sauftouristen (auf gut deutsch gesagt) und sogar viele Koreaner, da in Vang Vieng ein bekannter, koreanischer Film gedreht wurde. Dieser kurze Exkurs ist aber gar nicht negativ gemeint, ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass Laos einfach kein Geheimtipp mehr ist und untouristisch ist das Land schon lange nicht mehr. Ich für meinen Teil wäre wohl lieber in der Nebensaison oder zumindest nicht genau in der Hauptreisezeit im Dezember im Land gewesen. Aber gut, hinterher ist man immer schlauer.

Was die Kosten vor Ort angeht ist Laos schon günstig, aber als das günstigste Land Südostasiens, wie es so oft betitelt wird, würde ich es nicht mehr bezeichnen. Besonders Preis-, Leistung in Bezug auf Unterkünfte fand ich deutlich weniger passend als in anderen Ländern Südostasiens. Auch in den Restaurants konnte man feststellen, dass die Preise gerade in letzter drastisch gestiegen waren. Nicht selten kam es vor, dass ein Gericht das Doppelte gekostet hat, als noch einige Monate zuvor. Preise auf den Speisekarten waren alle überklebt und deutlich höher als die in den Google Maps Reviews. Klar, die Inflation ist auch in Laos ein Begriff, dennoch wird auch die Popularität des Landes bei so vielen Reisenden in den letzten Jahren ihren Beitrag dazu geleistet haben.

 Einreise und Visum

Für die Einreise nach Laos benötigen Deutsche ein Visum. Ein EVisum kann vorher online beantragt werden, wird aber nicht an allen Grenzübergängen akzeptiert, ist für 30 Tage gültig und kostet 50 USD pro Person. Falls du das Visum beantragen möchtest, informiere dich am Besten vorab auf der Seite des deutschen auswärtigen Amtes, ob der passende Grenzübergang für dich dabei ist. Das Visa on Arrival ist mit einer Einmalzahlung von 40 USD pro Person aber vielleicht sogar die bessere Variante. Hierfür benötigst du ein Passfoto und den mindestens 6 Monate gültigen Reisepass. Das Visum kann vor Ort verlängert werden und wird dann pro Tag gezahlt.

Die wirkliche Realität der Einreise nach Laos ist aber so eine, die eben nur Reisegeschichten schreibt und ich finde, das sollte kurz Erwähnung finden. Wir reisten Ende November 2024 aus dem Norden Thailands über die Thai - Lao Friendshop Bridge Nr. 4 nach Huay Xai in Laos um von hier mit dem Slowboat 2 Tage über den Mekong nach Luang Prabang zu fahren. Unser Bus aus Chiang Mai setzte uns kurz vor der Grenze mitten am Straßenrand aus und wir mussten mit dem Tuktuk zur Grenze fahren für 50 Baht pro Person. Zuerst waren wir an der thailändischen Border Control und mussten dann mit einem Bus für weitere 40 Baht auf die laotische Seite gebracht werden. Hier fielen dann nicht nur die 40 USD für das Visum an, sondern auch noch 20000 laotische Kip für den Stempel, was etwa 1€ entspricht. Das ist illegal! Leider war uns das zum Zeitpunkt nicht bewusst. Bei der Ausreise aus Laos selber Vorgang. Für den Stempel wollte man wieder 20000 Kip von mir haben. Ich behauptete, kein Bargeld mehr zu haben und bekam den Stempel trotzdem, ohne ihm das Geld zu geben. Versuche es am besten genauso! Das Visum kann übrigens in US Dollar oder aber auch Baht gezahlt werden, wobei die Scheine neu sein müssen und keine Knicke haben dürfen. Am besten ist es, wenn du schon vorher USD dabei hast. Zwar kann man an der Grenze wechseln oder eben in Baht bezahlen, aber der Kurs ist natürlich unglaublich schlecht. Um vom Grenzübergang in das Dorf Huay Xai zu gelangen blieb uns leider nichts anderes übrig, als für die 10 minütige Fahrt ein teures Tuktuk zu nehmen. Hier zahlten wir 100000 Kip, also ungefähr 5€ pro Person. Alles zusammen gerechnet war das also wirklich kein günstiger Grenzübergang.

Transport

Von A nach B kommen ist in Laos theoretisch sehr einfach. Schon über die meisten Unterkünfte lassen sich Shuttletransporte oder Minivans buchen. Der Transport ist wirklich günstig (z.B. 9€ pp von Luang Prabang nach Nong Khiaw), das Wie, also der praktisch Teil ist aber eine andere Sache. In den Gängen der Minivans werden noch Bierkisten oder Klappstühle platziert, um mehr Reisende von A nach B zu befördern. Wer also als letztes vor Abfahrt ankommt, hat die undankbare Ehre, auf einem dieser ungemütlichen Plätze Platz zu nehmen. Zudem sind die Straßenverhältnisse in Laos unglaublich schlecht. Es geht Kilometerweit über Schotterpisten, die zum Teil so sehr stauben, dass man nichts erkennen kann. Oder aber es hat geregnet und sie sind verschlammt. Ich habe Laos von einigen Reisenden als authentischeres Reiseerlebnis bezeichnen gehört, was mir zu denken gegeben hat. Wir ‘privilegierten’ Reisenden sind also auf der Suche nach Authentizität, aber was bedeutet denn das? Sofern den Menschen vor Ort das Leben erleichtert werden kann, darf doch Entwicklung stattfinden, oder? Und gerade wenn man dann mal drüber nachdenkt, dass die Locals hier tagtäglich auf diesen schlechten Straßen unterwegs sind und den Staub einatmen, kann ich auf diese Authentizität gerne verzichten.

Durch die 2021 von den Chinesen erbaute Zugstrecke kann man einige Strecken, wie z.B. die von Luang Prabang nach Vientiane auch mit dem Zug zurücklegen. Aber Achtung, hier gibt es Erfahrungsberichte über strenge Sicherheitskontrollen, in denen Dinge wie Taschenmesser oder Haarspray abgenommen werden.

Vor Ort kann man sich entweder von einem Fahrer per Tuktuk fahren lassen oder aber man mietet sich einen Roller um flexibel zu sein. Leider bestehen so gut wie alle Verleihe darauf, den Reisepass als Pfand einzubehalten. Wir konnten zumindest keinen Verleih finden, bei dem es nicht so war.

Good to know - ein bisschen Talk unter Reisenden

  • bei der Ein- und Ausreise nehmen die Grenzbeamten gerne 20000 Kip für den Stempel - das ist illegal! Wenn möglich sag, du hast kein Cash dabei

  • der Transport in Laos gehört für mich unter allen bereisten Ländern mit zu den Schlimmsten, die Straßenverhältnisse sind sehr schlecht und die Fahrten wild

  • Wir buchten unsere Unterkünfte in Laos ausschließlich über Booking, diese müssen dann vor Ort bar bezahlt werden. Oftmals schlugen die Besitzer der Unterkünfte dann 5€ drauf, hab also unbedingt im Kopf oder noch besser schwarz auf weiß vor dir, was du bezahlen musst, damit sie nicht mehr verlangen können

  • Viele Backpacker gehenvor Ort von Tür zu Tür und fragen nach freien Zimmern, weil das günstiger ist als Booking, oder sie buchen vorab per Whats App - gerade in der Hochsaison würde ich davon abraten, wir hörten viele Stories von Reisenden, die kein Zimmer fanden oder deren per Whats App gebuchte Unterkunft überbucht war

  • die günstigsten Simkarten gibt es bei Unitel

Luang Prabang

Luang Prabang liegt im Norden Laos direkt am Mekong und ist heute ein sehr beliebtes Ziel bei Touristen aus aller Welt. Im Jahre 1893 war die Stadt Teil von Französisch-Indochina und somit unter französischer Herrschaft. Die Franzosen bauten Straßen, führten neue Baustile ein und förderten den Kulturaustausch, wodurch die französische Architektur mit der traditionellen laotischen Bauweise verschmolz, bevor Laos 1953 die Unabhängigkeit erlang. Im Jahre 1995 wurde Luang Prabang aufgrund der einzigartigen Mischung aus traditioneller laotischer Architektur und Kultur und Kolonialgebäuden sogar zum Weltkulturerbe erklärt. 

Und wenn die Stadt eines ist, dann ist sie wirklich wunderschön und sehenswert. Dennoch muss man sich bewusst sein, dass hier wirklich einiges los ist. Grade zum Sonnenuntergang auf dem berühmten Phousi Hill oder zum Almosengang der Mönche am frühen Morgen hat mich die Masse an Touristen wirklich erschlagen. Man muss dazu sagen, dass die kulturelle Vielfalt an Touristen in Luang Prabang wirklich riesig ist. Viele ältere Franzosen und Amerikaner, junge Backpacker aus aller Welt, aber dank einer seit 2021 existierenden grenzüberschreitenden Bahnverbindung vor allem extrem viele Chinesen.

Einer der vielen schönen Tempel

Der eben erwähnte Almosengang der Mönche, den man als Tak Bat bezeichnet ist eine Besonderheit in Laos. Ich durfte diesen Gang bereits ganz ruhig in Huay Xai erleben, wollte mir aber auch ein Bild in Luang Prabang verschaffen und ein paar Fotos machen. Traditionell gehen die Mönche von Haus zu Haus, wo die Gläubigen darauf warten, ihnen die Almosen in Form von Selbstgekochtem, Snacks oder Getränken zu übergeben. In Luang Prabang ist das allerdings zum Kommerz geworden und hier warten in der Nähe des Tempels Wat Sensoukharam eigentlich keine Laoten mehr auf die Mönche, sondern nur noch Touristen. Ich hatte sogar das Gefühl, durch unglaubliche Lautstärke und Chaos wurde der Tradition gar kein Respekt mehr gezollt und habe mich geschämt, auch ein Tourist zu sein.

Tak Bat

Zum Sonnenuntergang pilgern sehr viele Besucher der Stadt auf den Phousi Hill. Von hier aus hat man einen wirklich schönen Ausblick auf die Stadt und den Mekong. Weil das aber eben alle wissen, war es unglaublich voll. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sich vielleicht zu einer anderen Tageszeit auf den Weg zum Hügel machen. 

Sonnenuntergang auf dem Phousi Hill

Ganz unweit von Luang Prabang findest du den Bilderbuch-Wasserfall Kuang Si. Das Türkisfarbene Wasser erstreckt sich hier in mehreren Pools und sieht wirklich fast zu schön aus um wahr zu sein. Um hierhin zu gelangen benötigst du entweder einen Fahrer oder fährst mit dem Roller selbst, da die Anlage etwa 30km von der Stadt entfernt ist. Der Eintritt kostet 50000 Kip (2024) und früh kommen lohnt sich absolut. Wir waren um etwa 8.30 Uhr vor Ort. Zwar waren wir nicht alleine, aber die Menschen verteilten sich über die mehreren Ebenen sehr gut. Gegen etwa 10 Uhr kamen die ersten Tourbusse und es wurde voll.

Was macht man sonst so in Luang Prabang?

Die schöne Stadt und ihre Tempel geniessen auf jeden Fall! Lass dich durch die Gassen treiben, aber denke dabei an eine lange Hose, wenn du einen der vielen beeindruckenden Tempel besuchen möchtest.

Jeden Abend findet im Zentrum der Stadt ein Nachtmarkt statt. Die Vielfalt an Essen und Trinken ist hier wirklich unglaublich groß und die Preise sind sehr angenehm. Du findest den Nachtmarkt auf Google Maps ganz einfach unter ‘Night Market Luang Prabang’, aber ganz ehrlich? Wenn man einmal durch die Stadt schlendert kann man ihn eigentlich nicht übersehen.

Sehr gut gegessen und die schöne Aussicht auf den Mekong genossen haben wir im Luang Say Cafe, während wir leckeres Gebäck im Indigo Cafe fürs Frühstück gekauft haben. Richtig guten Kaffee und Matcha gibts im Cafe Formula B.

Nong Khiaw

Nong Khiaw ist ein kleines Dorf ca. 140km nördlich von Luang Prabang, das für seine atemberaubende Naturkulisse bekannt ist. Es liegt am Fluss Nam Ou und besonders Outdoorfans kommen hier auf ihre Kosten, denn es gibt unzählige Wanderungen zu Viewpoints auf den steilen Kalksteinfelsen. Im Dorf herrscht eine wesentlich entspanntere Atmosphäre als in Luang Prabang, so hatte ich das Gefühl, dass sich hier wirklich nur diejenigen hin verirrten, die die Natur genießen wollen. 

Nong Khiaw

An den Ufern des Flusses gibt es viele kleine Homestays oder Gästhäuser, oftmals mit Balkon und schönem Ausblick aufs Wasser. Auch an guten Restaurants scheitert es nicht. Neben einigen kleinen Gastronomien, die wirklich gutes laotisches Essen bieten, gibt es auch einige andere Cafes und Restaurants, in denen du leckeres westliches Essen findest. 
Wir kamen im Khamphan Guesthouse unter und hatten einen Balkon mit Blick auf den Fluss. Die Zimmer waren simpel, aber sehr sauber und die Lage sehr gut - absolute Empfehlung!

Aussicht auf den Fluss aus unserer Unterkunft, dem Khamphan Guesthouse

Zu den eher leichteren, bekannten Wanderungen zählen die zum Som Nam Viewpoint und zum Nong Khiaw Viewpoint. Beide Viewpoints erreichst du nach etwa 30-40 Minuten Aufstieg. Ich würde behaupten, dass hier kein besonderes Fitnesslevel vorausgesetzt ist, natürlich ist es heiß und man geht steil bergauf, aber das eben nur für kurze Zeit, so dass es sicher für fast jeden machbar ist. Die Aussicht entschädigt die Mühen sowieso! Übrigens sind beide Viewpoints zum Sonnenuntergang besonders beliebt.

Som Nam Viewpoint zum Sonnenuntergang

Ganz neu sind Wanderungen auf die höheren Felsen im Umkreis mit Übernachtung oben auf der Spitze im Zelt. Im Dorf gibt es einige Tourenanbieter, die sich nicht nur auf solche Wanderungen spezialisiert haben, sondern auch mehrtägige Wanderungen in kleine, umliegende Dörfer und vieles mehr bieten. Wir entschieden uns für den Anbieter Nong Khiaw World Tour und die Wanderung auf den sogenannten ‘Nong Khiawerest’, mit 1200m der höchste Kalksteinfels, der derzeit erklommen werden kann. Unsere Wanderroute, sowie die Plattform auf der gezeltet wurde waren ganz neu und erst seit ca. 2 Monaten erschlossen.

Die Tour inklusive Guides, Essen und Trinken kostete uns 40 USD pro Person und so wurden wir bereits am nächsten Morgen um 9 Uhr abgeholt und ins nächste Dorf zum Startpunkt der Wanderung gefahren. Der Hike an sich war schon relativ steil, aber an sich ganz gut zu machen. Erschwerend waren eher die Hitze und die Luftfeuchtigkeit. Nach ca. 4 Stunden Wanderung inklusive längerer Mittagspause kamen wir auf der Plattform an und konnten den Ausblick über Nong Khiaw genießen. Zum Sonnenuntergang bekamen wir frisch gekochtes Abendessen (Fisch, Reis, Gemüse), schliefen danach früh in unseren Zelten ein und wurden am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang geweckt. 

Leider hatten wir hier nicht das größte Glück und der Sonnenaufgang war nicht der schönste schlechthin, dennoch war die Gesamterfahrung wirklich toll. Einzig und alleine das Schlafen im Zelt war absolut umkomfortabel. So gab es keine Matratzen, sondern nur dünne Bambusmatten. Alle in unsere Gruppe klagten am Morgen über heftige Rückenschmerzen. Das sei dazu gesagt.

Sonstiges in Nong Khiaw

Meine Lieblingsrestaurants in Nong Khiaw waren das Toon Poh Restaurant und auch die Family Bakery. Noch besser fand ich das Cafe Mama Tia und auch das Home Coffee bot sehr leckeres Essen. Zu den beiden letzteren kamen wir eher zum Frühstück. Die Shakshuka von Mama Tia, sowie die Bagel oder den Joghurt mit Granola und Früchten beim Home Coffee waren unfassbar gut.

Vang Vieng

Vang Vieng ist schon lange Zeit ein Begriff unter Backpackern. Die Stadt, die etwa 150km nördlich der Hauptstadt Vientiane liegt ist nicht nur bekannt für ihre atemberaubende umliegende Natur, sondern auch auch in Sachen Party und Alkoholtourismus. Es gab und gibt zahlreiche Outdooraktivitäten und besonders beim ’Tipsy Tubing’, dem Tuben im Reifen auf dem Fluss, währenddessen getrunken wurde kamen in den 2000ern viele junge Touristen ums Leben. Danach hat sich die Stadt in eine Art Outdoorspielplatz gewandelt. Man kann Heißluftballon fahren, Kajak fahren, mit Buggys die Gegend erkunden und wandern gehen. Dennoch ist das Partyleben immer noch Teil der Stadt und es gibt zahlreiche Bars. In den letzten Monaten (Stand Ende 2024) kam es leider wieder erneut zu Schlagzeilen über verstorbene, junge Backpacker. Grund war eine Methanolvergiftung durch selbstgebrannten Alkohol. Wenn ihr also einen Abend in einer Bar verbringen möchtet, achtet unbedingt darauf nur aus ungeöffneten Flaschen oder Dosen zu trinken.

Vang Viengs ikonische Holzbrücke

Die Stadt Vang Vieng an sich ist wirklich kein Highlight, das Umland dafür aber umso mehr. Besonders bekannt ihr hier der Nam Xai Viewpoint, auf dem ein Motorrad aufgestellt wurde und als perfektes Fotomotiv dient.

Nam Xai Viewpoint

Auch der Phapoungkham Viewpoint mit seinem Flugzeug oder auf einem Einhorn auf der anderen Seite (man entscheidet sich auf halbem Aufstieg ob zum Flugzeug oder Einhorn) bietet tolle Aussicht auf die Kalkfelsenlandschaft. Den Ersten erklommen wir zum Sonnenaufgang, den Zweiten zum Sonnenuntergang. Beide Hikes dauerten etwa eine halbe Stunde und die Besucher- ‘massen’ hielten sich in Grenzen. 

Phapoungkham Viewpoint

Im Umkreis von Vang Vieng findest du außerdem einige sogenannte Blaue Lagunen. Empfehlen kann ich die Blue Lagoon 3. Wir kamen in der Mittagszeit und verbrachten einige Stunden hier. Die Anlage war wirklich schön hergerichtet, wir zahlten nur 20000 Kip Eintritt und befanden uns quasi in einer Art natürlichem Wasserpark. Es gab Schwingen, Reifen, ein Floss und vieles mehr. Auch die Anzahl an Besuchern war absolut moderat, es verteilte sich sehr gut.

Blue Lagoon 3

Sonstiges in Vang Vieng

Im Restaurant Il Tavolo gibt es sehr sehr gute Napolitanische Pizza, während das Green Restaurant eine bunte Küche mit westlichem und traditionellem laotischen Essen bietet. Am Straßenrand gibt es einige Essensstände, die Baguettes anbieten. Die meisten heißen (warum auch immer) Big Mama und eigentlich gibt es überall die gleiche Auswahl. Aber diese hat es in sich und so kann man sich sein Baguette mit allem Möglichen belegen lassen, was die Fantasie so hergibt. Die Portionsgrößen haben es ebenfalls in sich. 

Vientiane 

Vientiane ist die laotische Hauptstadt. Im Gegensatz zu anderen asiatischen Hauptstädten, wie z.B. Bangkok oder Phnom Phen ist hier nicht besonders viel geboten und wird von vielen Reisenden gemieden oder nur als Durchgangsort genutzt. Bei uns war es ähnlich. Wir verbrachten viel Zeit am Pool unserer Unterkunft und schlenderten Abends über den Nachtmarkt, der viel Ramsch bot. Es gibt aber auch einen Nachtmarkt, auf dem es eine große Auswahl an Streetfood gibt. Diesen findest du unter ’Vientiane Food Night Market’. 

Aber wenn Vientiane eins kann, dann sind es Backwaren. Unser Frühstück bestand aus leckerem Brot, gebacken in der französischen Bäckerei La Terrasse. Richtig gut schmecken hier auch die Almond Croissants. Im Restaurant the Greenhouse kann man sich seine eigene Bowl zusammenstellen. Ebenfalls richtig lecker.

Ein paar persönliche Empfehlungen auf einen Blick

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