… Kambodscha

Auf einen Blick:

  • Hauptstadt: Phnom Phen

  • Sprache: Khmer

  • Währung: Riel und US Dollar

  • Einreisebestimmungen: Visa on Arrival für 30 Tage

  • Reisezeit: Trockenzeit von November bis April

Kambodscha grenzt an Thailand, Laos und Vietnam und seine Einwohner wie auch die Landessprache nennt man Khmer. Das Land hat etwa 17 Millionen Einwohner und eine außergewöhnliche Altersstruktur. So ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung unter 25 Jahre alt. Über 97% der Khmer gehören den Buddhisten an.

Kambodscha hat eine reiche Flora und Fauna. Es ist Heimat für eine Vielzahl von Tieren, einschließlich der seltenen Indochinesischen Tiger. Die Vielfalt des Landes reicht tropischen Regenwäldern bis zu paradiesischen Inseln. Und besonders für die größte Tempelanlage der Welt, dem Angkor Wat ist das Land weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Gerade wegen der Tempelanlage reisen viele Touristen nur nach Siem Reap, manche noch zusätzlich in die Hauptstadt Phnom Phen (Spoiler: so auch ich). Mit Kampot oder der tropischen Insel Koh Rong hat Kambodscha aber sicherlich noch mehr auf Lager.

Die offizielle Währung des Landes ist der Riel, zusätzlich aber ebenfalls der amerikanische Dollar, was das Zahlen gerade in Bezug auf Wechselgeld durchaus mal kompliziert werden lassen kann. Viele Reisende betiteln das Land auch eher als teurer, vielleicht grade wegen der Zahlung in Dollar. Gerade in Bezug auf Unterkünfte fand ich das Preis-Leistungsverhältnis in Kambodscha (2024) aber wirklich gut und auch Essen und Trinken muss nicht unbedingt mehr kosten als in seinen Nachbarländern. 

Einreise und Visum

Deutsche brauchen für die Einreise nach Kambodscha ein Visum. Dieses ist 30 Tage gültig und kostet 30 USD. Zwar kann man sein Visum in Form eines E Visa vorher online beantragen, dies empfiehlt sich aber nur, wenn man per Luftweg über einen der internationalen Flughäfen einreist. Die Grenzkontrollen an den Übergängen per Landweg, z.B. mit dem Bus aus Thailand akzeptieren das E Visa häufig nicht. Wir haben zum Glück kein Visum vorher online beantragt, sondern wollten das Visum on Arrival vor Ort beantragen. Bei der Anreise aus Koh Chang genau richtig, denn alle anderen die mit uns im Bus saßen hatten eines und mussten so nochmal ein Visum on Arrival beantragen. Das Geld für das E Visum war natürlich weg.

Good to know - ein bisschen Talk unter Reisenden

  • Kambodscha ist gar nichtso teuer, wie oft betitelt, besonders im Bezug auf Unterkünfte fand ich Preis-Leistung hier super

  • die Kombination aus Zahlung in Riel und US Dollar ist wirklich oft kompliziert, falls du z.B. mit mehreren ins Restaurant gehst ist es am Einfachsten, wenn einer bezahlt und man sich die Kosten nachher wieder aufteilt, denn getrennt Zahlen war oftmals ein Kampf

  • bei Einreise über Land auf keinen vorher das E Visum beantragen, denn dieses wird an den Grenzen über Land nicht akzeptiert

Phnom Phen 

Phnom Penh ist die Hauptstadt und größte Stadt von Kambodscha. Sie hat etwa 2,2 Millionen Einwohner und ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Interessant ist, dass die Stadt im 15. Jahrhundert gegründet wurde, während der Zeit des Angkor-Reiches aber ihre Bedeutung verlor. Im 19. Jahrhundert wurde Phnom Penh wieder zur Hauptstadt, als die Franzosen Kambodscha unter ihre Kontrolle brachten. Viele historische Gebäude stammen aus dieser französischen Kolonialzeit, darunter der Unabhängigkeitspalast und der Central Market (Phsar Thmei). Daneben gibt es moderne Wolkenkratzer Nicht ganz so viele wie z.B. in Bangkok, aber dennoch.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt zum Einen der Königspalast. Ein prächtiges Gebäude und Sitz des königlichen Hofes. Besonders beeindruckend sind die Silberpagode und der Palastgarten. Außerdem die Tempelanlage Wat Phnom und das Tuol-Sleng-Gedenkmuseum (S-21): Ein ehemaliges Gefängnis der Roten Khmer, das heute ein Museum ist und an die Grausamkeiten während der Khmer-Roten-Regierung erinnert. Während ihrer Herrschaft führte die Rote Khmer eine der schlimmsten Menschenrechtskatastrophen der modernen Geschichte durch. Schätzungen zufolge starben zwischen 1,5 und 2 Millionen Menschen, was etwa 25% der Bevölkerung Kambodschas ausmachte. Die Opfer starben an Hunger, Folter oder Mord.

Siem Reap

Noch bekannter als Kambodschas Hauptstadt Phnom Phen ist aber wohl die Stadt Siem Reap, um die in Kambodscha aufgrund der bekannten Tempelanlage Angkor Wat wohl kein Reisender im Land herumkommt. Die Stadt bildet die perfekte Ausgangslage, ist nicht zu weitläufig, hat tolle Restaurants, Unterkünfte und sogar ein belebtes Nachtleben, für diejenigen, die eben feiern wollen.

Natürlich ist aber der Besuch der größten, antiken Tempelanlage der Welt, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde und dem Unesco Weltkulturerbe angehört ein absolutes Muss. Angkor Wat war übrigens mal eine hinduistische Tempelanlage, wurde aber unter der Herrschaft eines neuen König zu einer Buddhistischen.

Haupttempel Angkor Wat

Die Anlage erstreckt sich über 162 Hektar und noch bis heute sind nicht alle Tempel ausgegraben und restauriert. Zu den bekanntesten Tempelanlagen gehören neben dem Haupttempel Angkor, zum Beispiel die Anlagen Ta Phrom und Bayon. Angkor selbst ist bekannt für seine schönen Sonnenaufgänge, bei der die Sonne genau hinter dem Tempel aufsteigt. 

Ta Phrom

Wir kamen in Siem Reap im Hotel Indra Angkor Residence unter, welches ich absolut empfehlen kann. Der Preis für das fast luxuriöse Hotelzimmer war während unseres Aufenthaltes echt unschlagbar. Das Hotel hat außerdem einen schönen Pool und liegt in ruhiger, aber zentraler Lage.

Besonders gut fand ich in Siem Reap aber auch die Auswahl an Restaurants. Sehr leckere und vor allem günstige Khmer Küche bekommst du im Restaurant Khmer Taste. Da wir an Weihnachten vor Ort waren, ;gönnten’ wir uns an Heilig Abend griechisch im Restaurant Elia Greek Kitchen - super lecker’. Das kleine Restaurant Angkor Hand Pulled Noodles bietet Nudelsuppe und Dumplings. Die 4,9 Sterne bei Google Bewertungen sprechen für sich. Auch in Sachen Frühstück, bzw Cafes ist Siem Reap wirklich ein kleines Paradies. The Little Red Fox Espresso bietet eine tolle Frühstückskarte und wirklich guten Kaffee, sogar mit pflanzlicher Milch. Leckeres Gebäck gibt es in der Bäckereien-Kette Mayson Kayser Siem Reap, wenn das auch nicht ganz günstig ist.

Ein paar Tipps für deinen Besuch der Tempel:

Es gibt mehrere Ticketarten: 1 Tag, 3 Tage oder 7 Tage. Egal für welches Ticket du dich entscheidest, du darfst am Vortag bereits ab 16.45 Uhr auf die Tempelanlagen um den Sonnenuntergang zu schauen. Für den Sonnenuntergang besuchten wir die Haupttempelanlage.

Die Anlagen liegen sehr weit auseinander. Am besten nimmst du dir einen Tuktuk-Fahrer für den ganzen Tag. Unseren Fahrer Sokha kann ich wärmstens empfehlen. Du erreichst ihn per Whats App unter der +855 92 423 574. Ende 2024 zahlten wir 25 USD und er stand uns den ganzen Tag zur Verfügung.

Sicht auf Angkor vom Tempel Phnom Bakheng

Sokha holte uns früh morgens ab und brachte uns zur Haupttempelanlage Angkor. Hier genossen wir den Sonnenaufgang. Für die perfekte Spiegelung des Tempels im See musst du dich neben dem Hauptweg auf der linken Seite positionieren. Nach dem Sonnenaufgang strömen die Massen nur so in den Tempel, so dass wir uns zunächst zum Tempel Ta Phrom aufmachten, hier war wesentlich weniger los. Anschließend sahen wir uns Bayon an und zum Sonnenuntergang machten wir uns an den Aufstieg zum Tempel Phnom Bakheng, bei dem man nicht nur die untergehende Sonne betrachten kann, sondern auch einen tollen Blick auf Angkor hat.

Ein paar persönliche Empfehlungen auf einen Blick

  • Indra Angkor Residence*

  • The Red Little Fox Espresso, Siem Reap

  • Khmer Taste Restautant, Siem Reap

  • Angkor Hand Pulled Noodles, Siem Reap

  • Elia Greek Restaurant, Siem Reap

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