… Guatemala

Auf einen Blick:

  • Hauptstadt: Guatemala Stadt

  • Sprache: Spanisch

  • Währung: Quetzal

  • Einreisebestimmungen: visumsfreie Einreise für Deutsche bis zu 90 Tagen

  • Reisezeit: Trockenzeit von Mitte Dezember bis Mitte April

Guatemala - das nächste Land Mittelamerikas mit ganz viel Kultur, Geschichte und vor allem Natur. Über 30 Vulkane erstrecken sich über das Land und der sicherlich Bekannteste von ihnen ist Vulkan Fuego, der im Minutentakt ausbricht und dessen Zwillingsvulkan Acatenango mittels herausfordernden Hike zu erklimmen ist. DAS Abenteuer schlechthin.

Aber auch ansonsten steht Guatemala seinen Nachbarn in nichts nach: Eine Indigene Bevölkerung, die mehr als 50% der Gesamtbevölkerung ausmacht, traditionelle Maya-Dörfer, Ruinen, wilde Pazifikküste und üppige Regenwälder.

Kulturell voran die schöne Kolonialstadt Antigua, die auch Ausgangslage für den Hike auf den Acatenango ist.
Die Pazifikküste um den Ort El Paredon ist unter Surfern sehr geschätzt, während Lake Atitlan zum Relaxen einlädt.
Im Norden des Landes erstreckt sich der Regenwald über weite Flächen und besonders bekannt ist hier der wunderschöne Wasserfall Semuc Champey. Bekannt ist Guatemala ebenfalls für die Maya Ruinen Tikal.
Da wir nicht mehr so viel Zeit für die Reise in Guatemala hatten, entschieden wir uns für 3 Stopps: Antigua, El Paredon und der Lake Atitlan.

Good to know - ein bisschen Talk unter Reisenden…

  • Wie auch in den anderen Ländern Mittelamerikas kommt man an sich gut mit dem Chickenbus von A nach B, in Guatemala gelten sie allerdings als unsicher: Die Busse sollen der Mafia gehören, sobald viele Reisende im Bus sind, wird diese informiert und Reisende überfallen > wir wählten deswegen für unsere Fahrten den Shuttle Bus und nahmen höhere Preise in Kauf

  • Wir buchten unsere Tour auf den Acatenango in unserem Homestay, die auch eine Travelagency hatten. Im Endeffekt hätten wir uns lieber etwas mehr informiert und einen nachhaltigeren, wenn auch teureren Touranbieter gewählt. Die Tourguides, die uns auf den Berg führten bekamen pro Wanderung nur einen Lohn von 25€ und machten dies 2-3x pro Woche. Außerdem lag um unser Camp herum extrem viel Müll und ich weiß nun im Nachhinein, dass es einige Agencys gibt, die sich verschrieben haben, keinen Müll zu hinterlassen, z.B. die Agency Wicho and Charlys

  • ich fand es schwer, mich am Lake Atitlan für einen Ort zu entscheiden, in dem wir unterkommen möchten. San Pedro wird auch als Little Israel betitelt und San Marcos als Hippiedorf, da sich jeweils viele Israelis oder eben Alternative in den Orten niedergelassen haben. Sowas muss man mögen. San Juan war für uns eine gute Alternative.

Ein Klick entfernt…

  1. Antigua

  2. El Paredon

  3. Lake Atitlan

Antigua

Antigua ist eine der schönsten Städte in ganz Mittelamerika ist. Die vielen kleinen Gassen sind bunt und voller Leben und laden zum Schlendern ein. es gibt viele kleine Cafés, Restaurants und Shops, einen wunderschönen, zentralen Platz, den Parque Central. Etwa 500m entfernt vom Hauptplatz der Stadt liegt der bekannte Torbogen Santa Catalina, für den die Stadt bekannt ist. 

Am Rande der Stadt findest du sogar einen Viewpoint mit Aussicht auf die Stadt und den Vulkan Agua, einem der 3 Vulkane, die um Antigua anliegen. Der Viewpoint heißt Cerro de la Cruz und ist durch einen kleinen Spaziergang und leichten Aufstieg gut zu erreichen.
Selbst von unten aus der Stadt kann man den Fuego samt Aschewolke beim Ausbrechen beobachten, sofern es klar genug ist. Apropos Fuego und sein Zwillingsvulkan Acatenango; Der anspruchsvolle, aber auch atemberaubende Hike ist unter Abenteurern wohl in der ganzen Welt bekannt. Diesen erklimmt man am 1. Tag der Wanderung bis zum Basecamp und bereits bei Dämmerung kann man den Fuego beim Ausbrechen bestaunen. Wer noch nicht genug hat, kann noch näher an den Krater des Fuegos ran. Zum Sonnenaufgang am nächsten Morgen gehts auf den Gipfel des Acatenango. Ein einzigartiges Erlebnis, das wohl mit nichts auf der Welt zu vergleichen ist. Hierzu folgt ein separater Blogbeitrag.

Unsere Unterkunft, ein kleines Homestay verdient eine besondere Erwähnung. Zwar waren die Zimmer sehr Basic, die Familie aber unglaublich nett und einladend und das Frühstück unglaublich gut. Es gab jeden Morgen etwas anderes, z.B. Brötchen mit Avocado, Omelette mit frittierten Bananen oder French Toast. Auf Booking finde ich die Unterkunft leider nicht mehr, dafür aber hier bei Hostelworld.

El Paredon

Nachdem wir die Wanderung auf den Acatenango angetreten waren, brauchten wir ein wenig Entspannung und wo findet man die eigentlich, wenn nicht am Meer? El Paredon, ein kleiner Ort an der Pazifikküste war perfekt dafür. Wir hatten ein kleines AirBnB gemietet, eine Hütte mit Garten, die wir ganz für uns hatten.

An sich ist im Ort nicht besonders viel los, es gibt einige Hostels, ein paar Restaurants und sonst ganz viel Local Life. Und einen schwarzen, rauen Sandstrand, der eher zum Surfen als zum Baden einlädt. Zum Chillen, in der Sonne liegen und den Sunset schauen für uns aber perfekt für ein paar Tage. Wenn man nicht viel Zeit für eine Reise in Guatemala hat, kann man die Pazifikküste meiner Meinung nach aber auch skippen, bis auf Surfen ist hier wirklich kaum was los.

Lake Atitlan

Anders als im verschlafenen El Pardon geht es am Lake Atitlan zu, der ist ein Muss bei jeder Guatemala Reise. Lake Atitlan wird als der schönste See Mittelamerikas gehandelt, was er ohne Zweifel ist und viele Reisende sprechen sogar von einer Art Magie, die sie in den Bann zog. Zugegeben, diese haben wir nicht verspürt, fanden die Orte um den See dennoch wunderschön. Und das vor allem durch die 3 Vulkane, die um den See herum verteilt thronen und von nahezu überall sichtbar sind. Die 3 Vulkane tragen die Namen Atitlan, San Pedro und Toliman. Während einer Bootsfahrt über den See konnten wir im Hintergrund sogar Vulkan Fuego Rauchwolke erkennen. Wahnsinn!

Der Ausgangsort, in dem jeder Aufenthalt am See startet ist Panajachel, welcher nicht der Schönste Ort ist, aber wenn es wegen einer Weiterreise beispielsweise nicht anders passt, kann man hier gut eine Nacht verweilen. Von Panajachel aus fahren die Taxiboote zu den anderen Orten am See. Ein Transport per Boot ist immer der Einfachste und Schnellste, da die Straßen um den See herum sehr kurvig und bergig sind. Bootsfahrten kosten um 5-7€, je nach Entfernung. Preise sind hier leider nicht offiziell. Wir machten die Erfahrung, dass es sich empfielt, immer vor dem Antritt der Fahrt nach dem Preis zu fragen und das Geld dann bestmöglich passend bereit hält. So kann auch kein Wechselgeld einkassiert werden. Einen richtigen Fahrplan gibt es ebenfalls nicht, die Boote fahren nach Belieben, sobald sie voll sind und halten natürlich an sämtlichen Orten des Sees. Hier also genügend Zeit einplanen.

Die bekanntesten Orte des Sees:

San Pedro la Laguna - das Backpackerörtchen, hier gibt es viele Hostels und auch Party. Hier haben sich viele Israelis niedergelassen, so gibt es einige richtig gute israelische Restaurants. Wir hatten die Falafel Pita im Pita Sabij, welche richtig gut war!

San Marcos - das Hippieörtchen, hier haben sich viele Alternative niedergelassen und das macht sich bemerkbar. Einmal durch das Dörchen schlendern fand ich trotzdem toll, es gab einige tolle Shops.

San Juan la Laguna - für uns der perfekte Kompromiss; San Juan ist Local, ruhig und bietet trotzdem schöne Aussichten und ein bisschen bunte Kultur

Auch hier muss ich unsere Unterkunft weiterempfehlen. Zwar war sie sehr Basic, aber unsere Gastfamilie war so lieb und fürsorglich, dass sich ein Aufenthalt auf jeden Fall lohnt. Die Aussicht von der Dachterasse auf den See ist zudem einmalig. Auf AirBnB findest du das Zimmer unter “Casa Argentina 3rd floor Suite”.

Ein paar persönliche Empfehlungen auf einen Blick

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