… El Salvador

Auf einen Blick:

  • Hauptstadt: San Salvador

  • Sprache: Spanisch

  • Währung: US Dollar und Bitcoin

  • Einreisebestimmungen: visumsfreie Einreise für Deutsche bis zu 90 Tagen

  • Reisezeit: Trockenzeit von Mitte Dezember bis Mitte April

El Salvador ist eines, wenn nicht sogar das einzige Land in Mittelamerika, welches von vielen Reisenden gemieden oder übersprungen wird, da ihm der Ruf, es sei sehr unsicher hervoreilt. Wenn man aber bereits länger in der Region unterwegs ist, trifft man viele Backpacker, die eben genau vom Gegenteil berichten. Von den herzlichsten, nettesten Menschen und wunderschönen Orten, einer schroffen Pazifikküste mit den besten Wellen zum Surfen. Und genau deswegen wollten wir uns selbst ein Bild davon machen. 

Ja - ich will nicht bestreiten, dass El Salvador anderen Ländern in Sachen Sicherheit noch in Einigem nachsteht, so hatte es in Vergangenheit aber auch bis heute enorme Probleme mit Bandenkriminalität und Drogenhandel und wenn ich heutzutage Schlagzeilen über das Land lese, weiß ich selbst nicht, was ich glauben soll. Zumindest fällt es mir schwer, eine Reise in das Land ohne Weiteres zu empfehlen, obwohl ich genau das tun wollte, nachdem ich 2 wunderbare Wochen in dem kleinen Land erlebte. Letzten Endes bin ich der Meinung, jeder sollte sich vor einer Einreise mit aktuellen Schlagzeilen beschäftigen und selbst entscheiden, was er für richtig hält. Nach meiner Reise im Oktober 2022 war mir aber klar, dass in die Welt getragen werden sollte, wie toll und einladend El Salvador ist, wie nett und gastfreundlich die Locals sind und was für tolle Abendteuer man erleben kann. Und wenn wir man ehrlich sind, negative Schlagzeilen und Reisewarnungen gibt es für so viele Länger weltweit. Ein gutes Beispiel ist Mexiko, das enorme Probleme mit Bandenkriminalität hat, aber das interessiert kaum einen Urlauber.

Wir verbachten knappe 2 Wochen in El Salvador und wäre gerne länger geblieben, leider hatten wir aufgrund von gebuchten Flügen nach Australien nicht mehr besonders viel Zeit für die letzten Länder auf unserer Zentralamerika Etappe. Ich muss zugeben, nach fast 11 Wochen im westlichen USA fiel es mir sehr schwer, mich wieder in die laute, lebendige Kultur der Latinos zu gewöhnen, dazu wird noch ein separater Blogpost folgen. Wir waren ein bisschen müde vom Reisen und gingen es deswegen ein wenig langsamer an. In El Salvador zahlt man entweder in US Dollar oder in Bitcoin, was das Land zu den eher teuren in Zentralamerika macht. Unsere Unterkünfte buchten wir von daher, wie auch in Panama und Costa Rica schon im Vorfeld, um etwas Geld zu sparen. Eine Nacht im Homestay in EL Tunco, dem ersten Ort, den wir besuchten kostete uns z.B. knapp 26€, wesentlich günstiger bekam man ein Doppelzimmer hier nicht.

Good to know - ein bisschen Talk unter Reisenden…

  • Wie in den anderen Ländern Mittelamerikas heißt es auch in El Salvador: die Hauptstadt besser meiden. Es gibt nicht viel zu sehen und sie gilt als eher unsicher

Ein Klick entfernt…

  1. El Tunco

  2. Santa Ana

El Tunco

Während unserer Ankunft im Surferort EL Tunco ganz an der südlichen Pazifikküste El Salvadors wütete Hurricane Julia entlang der Küste. 2 Tage regnete und stürmte es ununterbrochen, so dass wir die Zeit für die weitere Planung der Reise nutzten. uns blieb aber dennoch genügend Zeit, um den Ort und dessen berühmte Strände zu erkunden. In El Tunco finden jährlich internationale Meisterschaften im Surfsport statt. Es gibt einige Strände in der Region, die bei Surfern sehr beliebt sind.

Und gerade diese Beliebtheit möchte sich der Präsident des kleinen Staates zu nutzen machen und plant den Bau einer “Surf City”, die gesamte Küste war also mehr oder weniger eine Baustelle. Viel neue Infrastruktur, viele neue Hotels und Restaurants, vieles stand aber noch oder wieder leer. Für die Locals mag man hoffen, dass dieses Projekt ein Erfolg wird, damit die Touristen nicht weiterhin ausbleiben. Die Locals, die ich schon mal ansprach waren in El Salvador nämlich wirklich mehr als willkommen heißend. Wir wurden nie auf einem Markt oder am Bus übers Ohr gehauen, wie es in Nicaragua gerne mal passierte. Uns wurde immer geholfen, wir wurden lauthals begrüßt und überall mit Freuden empfangen. 

Santa Ana

Zweiter Stopp in El Salvador war die schöne Kolonialstadt Santa Ana und ich muss das Pool House Hostel* einfach im selben Atemzug mit erwähnen. Das Pool House Hostel war eines der tollsten, in der wir auf der gesamten Reise unterkamen. Das Gebäude war ein ganz normales Wohnhaus mit kleiner Terrasse und Pool zum verweilen. Ich hatte hier wirklich das Gefühl, ein wenig zuhause zu sein. Ganz ganz große Empfehlung!

Santa Ana und ihr schöner Parque Libertad mit der Kirche The Cathedral of Our Lady Saint Anne sind schon ein Besuch wert. Schon alleine als Ausgangslage für die Besteigung des Vulkans mit dem gleichen Namen Santa Ana. Im Umland um die trübselige Stadt gibt es noch einige andere Highlights zu entdecken wie zum Beispiel die Wasserfälle Salto de Malacatiupan. Wir haben einen Tagestrip drausgemacht und es tatsächlich ohne große Spanisch Kenntnisse geschafft, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzukommen. Und das ist nicht so daher gesagt; Die Anreise war kompliziert und es brauchte 3 Busse um zu den Wasserfällen zu gelangen. Ich will ganz ehrlich sein, wir hatten eine Anleitung von anderen Reisenden aus dem Hostel und ich bin jetzt nicht mehr in der Lage, diese weiterzugeben. Ein Besuch hat sich dennoch gelohnt, wir waren fast alleine und konnten uns im Wasser erfrischen. Auf dem Rückweg ersparten wir uns eine Busfahrt und Hitchhikten auf einem Pickup, was für eine coole Erfahrung und ein weiteres Statement, wie freundlich die El Salvadorianer sind.

Ein paar persönliche Empfehlungen auf einen Blick

Affiliate Links und Kaffeekasse:
Die mit * markierten Links sind Affiliate Links. Für dich verändert sich der Preis nicht, ich erhalte aber eine kleine Provision. Wichtig hierbei: Ich empfehle nur Dinge, Unterkünfte, Aktivitäten oder Weiteres, die ich wirklich besonders toll finde/ fand. Darauf kannst du dich verlassen!
Ansonsten ist der Blog hier natürlich eine riesengroße Herzensangelegenheit. Wenn er dir gefällt und du mich ein wenig unterstützen magst, kannst du mir hier einen Kaffee spendieren.