… Costa Rica
Auf einen Blick:
Hauptstadt: San Jose
Sprache: Spanisch
Währung: Colon
Einreisebestimmungen: visumsfreie Einreise für Deutsche bis zu 90 Tagen
Reisezeit: Trockenzeit von November bis April
Oder auch: Paradies für Natur- und Tierliebhaber, aber auch die Schweiz Mittelamerikas und das lassen wir jetzt einfach mal so stehen! Das Lebensmotto der Costa-Ricaner lautet “Pura Vida” und heißt so viel wie pures Leben. Mittlerweile findet Pura Vida aber durchaus einen kommerziellen Nutzen.
Costa Rica ist vor allem für seine einzigartige Fauna und Flora bekannt. Hier tummeln sich über 500.000 Tierarten in den Regenwäldern des Landes. Das bekannteste unter ihnen ist sicher das Faultier oder der Tukan, aber wie das mit Tiersichtungen eben so ist, braucht man auch hier ein wenig Glück, um die Tiere wirklich zu Gesicht zu bekommen. Aber nicht nur die Tierwelt ist beeindruckend, die Natur um sie herum ist es auch. Von wilder Pazifikküste mit wunderschönen, naturbelassenen Stränden über strahlend türkisblaue Wasserfälle ist hier so einiges geboten. Aber so gut wie alles in Costa Rica hat einen stolzen Preis. Zwar ist das Land auch das Erschlossenste in Mittelamerika, aber eben auch für enorm hohe Preise bekannt - die Schweiz Mittelamerikas. Aus diesem Grund (sowie aus Zeitgründen, da wir 2 Monate später in die USA reisen wollten) entschieden wir uns, das Land nur für die Durchreise nach Nicaragua zu nutzen. Dennoch verweilten wir ca. eine Woche an der Karibikküste in Puerto Viejo, da es vor Ort einige kostenlose, bzw. kostengünstige Aktivitäten im Angebot gibt. Dazu aber später mehr.
Ich weiß nicht, ob man sich ein wirkliches Urteil über ein Land erlauben darf/ sollte, wenn man im Grunde nur einen Ort besucht hat und nur eine Woche dort verweilte. Aber wir Menschen sind einfach so gestrickt und natürlich habe ich mir eines gebildet. Ich mag nicht sagen, dass Costa Rica den Hype der letzten Jahre nicht wert ist, denn die Flora und Fauna des Landes ist unschlagbar und ich mochte auch den Vibe im kleinen Surferort Puerto Viejo, aber man muss sich wirklich bewusst machen, dass so gut wie jede Aktivität mindestens 25 US$ pro Person kostet. Mir ist bewusst, dass ein Großteil des Landes Nationalpark ist und das Geld so wie angegeben in die Pflege und Erhaltung der Parks investiert wird. Für jeden Wasserfall aber 25-30 US$ Eintritt zu zahlen, war es das Erlebnis für mich schlicht und einfach nicht wert.
Man kann es sich schon denken: Wegen der Preise stand natürlich selbst kochen auf dem Plan. Doch auch die Preise in den Supermärkten konnten sich sehen lassen und ich würde sie fast mit Preisen von Lebensmitteln in den USA vergleichen. Einmal ließen wir es uns aber nicht nehmen, Essen zu gehen. Im Karibikraum Costa Ricas werden Reis mit Bohnen nämlich auf besondere Art in Kokosmilch gekocht. Die günstigsten Restaurants sind sogenannte “Sodas” der Locals. Reis mit Bohnen in Kokosmilch, Gemüse dazu und eine Kochbanane kosteten uns in Puerto Viejo um die 8€.
Good to know -
ein bisschen Talk unter Reisenden
Costa Rica ist wirklich teuer, ein wenig Vorplanung lohnt sich, wir buchten unsere Hostels 3 Wochen im Voraus und konnten dadurch ein wenig sparen
man sagt, Leitungswasser in Costa Rica sei trinkbar, diverse Reisende, die wir trafen hatten aber eine schöne Reisediarrhö, vielleicht also doch lieber abgefülltes Wasser kaufen
wir machten die Erfahrung, dass Busse gerne mal ausgebucht sind, sofern man am Tag der Fahrt erst am Ticketcounter aufschlägt, am Besten also mindestens einen Tag vorher die Plätze reservieren
Puerto Viejo
Puerto Viejo ist ein kleiner Ort an der Grenze Costa Ricas zu Panama und war für uns aus Bocas del Toro mit Grenzübergang in nur 4 Stunden zu erreichen. Der Ort ist ein richtiges kleines Backpackerparadies, es gibt einige kleine Cafés und Shops mit Kleidung und allem, was das Touristenherz eben höher schlagen lässt.
Warum wir uns nun für einen Aufenthalt in Puerto Viejo, oder besser gesagt Playa Cocles, dem Surferparadies (ca. 2,5km vom Ortskern entfernt) entschieden haben? Der anliegende Nationalpark Cahuita verlangt keine Eintrittsgebühr, sondern fungiert lediglich auf Spendenbasis. Ein weiteres (kostengünstiges) Highlight ist es, sich Fahrräder zu leihen und an die Traumstrände Punta Uvas zu fahren.
Unsere Unterkunft, das Madre Selva* lag ein wenig ab von der Hauptstraße am Strand und man hatte das Gefühl, mitten im Dschungel zu stehen. Jetzt also zurück zu Costa Ricas Flora und Fauna: die ist nämlich wirklich beeindruckend. Ich glaube, ich habe noch keine vergleichbaren grünen und hohen Bäume gesehen und die Geräusche der Brüllaffen, Vögel und Insekten sind unbeschreiblich.
Cahuita Nationalpark
Der Cahuita Nationalpark ist am einfachsten und günstigsten vom Busterminal in Puerto Viejo mit dem local Bus Richtung Limon zu erreichen. Tickets sollte man vorher am kleinen Schalter gegenüber der Haltestelle erwerben. Diese kosten pro Fahrt nur ca. 1€.
Angekommen im Park wandert man über einige Stunden an der Küste entlang. Zum Teil am Strand, zum Teil auf Wegen die durch das Grün führen. Für mich übrigens ein absolutes Highlight! Wir sahen unzählige Affen, Waschbären und sogar einige Faultiere und das alles ohne einen Guide.
Puerto Viejo also sicherlich kein Geheimtipp mehr, dennoch eine tolle Möglichkeit um Low Budget zumindest für ein paar Tage in Costa Rica einzutauchen und es nicht nur als Landweg von Panama nach Nicaragua (oder umgekehrt) zu nutzen!
Ein paar persönliche Empfehlungen auf einen Blick
Affiliate Links und Kaffeekasse:
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