… Australien
Auf einen Blick:
Hauptstadt: Canberra
Sprache: Englisch
Währung: Australischer Dollar AUD
Einreisebestimmungen: Einreise für Deutsche nur mit Visum
Reisezeit: ganzjährig je nach Region
Woran denkst du, wenn du an Australien denkst? Für mich war es die rote Erde im Outback, unglaubliche Strände mit dem blausten Wasser, unverwechselbare Tierwelt und Aborigines. Außerdem dachte ich an Weihnachten im Hochsommer und gutes, leicht verdientes Geld. Alles Tatsachen, die auf ihre Art und Weise passen und doch lag ich mit meinen Erwartungen so daneben.
Australien ist das andere Ende der Welt. Ich fand das Land sicher nicht uninteressant, aber irgendwie auch nicht so reizvoll und spannend wie z.B. die chaotischen, lauten Länder in Südostasien. Vielleicht aber auch, weil Australien in meiner Bubble voll ist und war mit 18 jährigen, die nach dem Abitur ein Jahr im Ausland antreten.
Warum Australien dennoch ganz hoch bei uns im Kurs stand, war das vermeintlich leicht zu verdienen Geld in Form eines Working Holidays, um die Reisekasse besonders nach der teuren Zeit in den USA wieder aufzustocken. Dafür ist das Land wirklich perfekt und macht es Reisenden leicht. Das Working Holiday Visum gilt für Deutsche von 18 bis 30 Jahren und ist genau für 12 Monate gülltig. Sofern man das Visum beantragt hat und es bestätigt wurde, hat man 365 Tage Zeit zur Einreise. Bei einer Tätigkeit von 88 Tagen oder mehr im Outback, also in einer sehr abgelegenen Gegend hat man sogar die Möglichkeit, sein Visum um ein weiteres Jahr zu verlängern. Dazu muss man bei der Beantragung aber noch 30 Jahre alt sein. Für mich also von Anfang an keine Option, da mein 31. Geburtstag bevorstand. Und außerdem hatten wir sowieso nicht vor, so lange zu bleiben. Ursprünglich peilten wir mal 3-4 Monate Arbeiten und ein bisschen Reisen an. ‘Haha’ denke ich darüber jetzt.
Ich kann schon einmal vorweg nehmen, wir verbrachten exakt 363 Tage im Land und hatten eine unglaublich intensive Zeit. Wir gingen wirklich durch die schlimmsten Tiefpunkte unserer Reise, hatten aber auch ebenso viele tolle Momente und haben unglaublich viel gelernt. Aber zum Thema Arbeiten kommen wir in einem separaten Blogpost, hier soll es erstmal um das Land und seine Leute an sich gehen. Jene machen das Land nämlich wirklich aus. Die Australier sind ein unglaublich nettes und hilfsbereites Volk. Zum Teil sogar richtig kultig, witzig und auch ein bisschen lächerlich. Aber die Tatsache, dass englisch gesprochen wird, wenn auch mit einem absolut verrückten Akzent, machte es uns neben den Amis endlich leicht, die Locals mal so richtig kennen zu lernen und so richtig zu sehen, wie in anderen Ländern der Erde gelebt wird. Im spanisch sprachigen Raum war das so in der Form einfach nicht möglich. Die Australier lieben ihren Kaffee, aber nicht nur Kaffee, sondern mindestens Extra Hot mit Skim Milk. Nur einen Kaffee trinkt hier kaum jemand. Außerdem lieben sie ihre großen Autos, vorzugsweise 4x4 und Camping. Außerdem lieben sie ihre BBQ’s, kurz Barbie und das zu jeder Zeit des Tages! Es gibt zahlreiche Parks mit kostenlosen Grillplätzen, aber hier einen Platz zu finden, kann besonders am Wochenende schwer werden, da Freunde und Familie sich zum gemeinsamen Grillen verabreden.
Australiens Städte sind wunderschön, gleichzeitig richtig cool und vibey und versprühen einfach einen unfassbaren Lifestyle. Die Tatsache, dass die Städte wie Sydney, Melbourne, Brisbane und co alle direkt am Meer liegen, macht sie nicht minder besonders. In allen Städten gibt es so viel zu erleben und zu entdecken, dass ein paar Tage jeweils kaum ausreichen.
Man sagt häufig, die Australier haben keine eigene Esskultur, da es eben nicht wie z.B. in Thailand oder Mexiko eine besondere Küche gibt. Für mich ist das aber nicht ganz richtig, denn Australiens Frühstücks- und Brunchkultur ist einmalig. An jeder Ecke findest du ein kleines, fancy Cafe mit einer vielfältigen Speisekarte. Avocadotoast, Banenenbrot, Mandelcrossaint, Eggs Benedict sind nur ein paar Namen, die eigentlich in jedem Menü zu finden sind und wir wurden nie enttäuscht. Und wo wir gerade bei dem Thema sind, Australien ist das Land mit der besten Baristakunst und somit dem besten Kaffee überhaupt. Jeder Kaffee von nur einer Tankstelle ist ein einziger Gaumenschmaus. Hinzu kommt, dass man selbst im tiefsten Outback eine pflanzliche Milchalternative wählen kann - cool! Für mich Koffeinsuchti sowieso. Einen dicken Minuspunkt haben alle Cafés aber an sich: Sie schließen spätestens um 3 Uhr Nachmittags. Danach wird es schwer, noch einen Kaffee zu bekommen.
Aber das Ganze hat auch seinen stolzen Preis. Australien ist teuer! So kostet ein Frühstück in einem Cafe bestehend aus Mahlzeit und Kaffee gerne mal 27-28 AUD pro Person, was sich auf ungefähr 16-17 € beläuft. Das Gleiche gilt für Unterkünfte, eine Nacht im Hostel kostet gerne mal 30€ pro Person. Die Backpacker im Land werden also kreativ. Housesitting ist hier ein ganz großes Ding. Man gibt Acht auf Haus und häufig auch Haustiere, wenn die Besitzer im Urlaub sind. Oder man schläft eben im Auto, bzw. Van. Das macht hier sowieso Sinn, denn ohne eigenes Auto ist es sehr schwer von A nach B zu kommen. An der Ostküste geht das mit einem hop on hop off Bus von Greyhound noch ganz gut, im Westen ist dies absolut nicht mehr möglich. Dazu kommt, dass Australien einfach riesig ist. Man kann es sich nicht vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat. Eine 2-stündige Anfahrt zu einem Ort gehören hier aber zum ganz normalen Tagesablauf. Dementsprechend hoch sind auch die Kilometerstände der Autos. Ein Auto mit mehr als 400k KM ist hier ganz normal.
Die Größe des Landes macht es auch wieder schwerer, wirklich alles bereisen zu können. Oft hört man hier Stichwörter wie “East Coast” und “West Coast”. Die Ostküste Australiens um die Städte Sydney, Brisbane und Cairns weist eine recht gute Infrastruktur auf. Heißt, die Entfernungen zwischen den einzelnen Orten und Hotspots sind noch passabel. Das macht sie zum Hotspot für Reisende. Oftmals wird sogar gesagt, die Ostküste sei touristisch. Aber mal ganz ehrlich, auch hier muss man die Dimensionen des Landes mal bedenken und wenn man mal mit anderen Urlaubsorten vergleicht, ist hier gar nichts touristisch.
Die Westküste hat eine unglaubliche Küste zu bieten und Strände, die man so wohl nirgends auf der Welt findet. Aber hier ist bis auf die Stadt Perth wirklich nur Outback gegeben. Von Ort zu Ort fährt man gerne mal 5 Stunden und hat dann immer noch keine Stadt gesehen.
Wo wir dann wirklich beim Outback angekommen wären. Es ist heiß, es ist trocken, es ist flach und man sieht außer Büschen nichts. Hier wird einem die Weite des Landes dann erst richtig bewusst.
Ich habe Australien zunächst in seine Städte unterteilt, die ich besucht habe. Die kleinen Orte und besonders die, die mir am besten gefielen werden in einem separaten Blogpost zum Thema Roadtrip folgen.
Good to know - ein bisschen Talk unter Reisenden
Australien ist riesig - Europa würde 2x hinein passen
Die Aussies sind für mich bis jetzt das freundlichste und offenste Volk überhaupt, Locals aus dem Outback können aber gerne mal super harsch sein
Aussies sprechen einen zum Teil wirklich schwer zu verstehenden Akzent, aber ich liebe ihn. Außerdem wird hier alles abgekürzt: Thank you = TA; Afternoon = Arvo; Break while working: Smoko
Australien ist für seine giftigen und gefährliche n Tiere bekannt, sehen tut man diese aber tatsächlich selten: in einem Jahr habe ich z.B. nur 7 Schlangen gesehen, davon waren 2 giftig
man sieht oftmals leider mehr tote Kängurus am Straßenrand als Lebendige auf den Feldern
wenn du ein Work&Travel planst: es ist hart! Aber mindestens genauso toll und lehrreich! Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte
Sydney
Sydney ist eine bildschöne Stadt in der man an einfach 3 Wochen Urlaub machen könnte, ohne das es Einem an irgendwas fehlt, denn hier ist alles geboten. Ein bisschen Großstadtdschungel, Strand und sogar Nationalparks sind mittels Tagestrip zu besuchen. Und jeder hat ein besonderes Bild von Sydney vor Augen, sobald man an die Stadt denkt: Klar, das berühmte Opernhaus um den Hafen und die Harbour Bridge im Hintergrund. Ein Spaziergang am Circular Quay ist für mich ein absolutes Must do in der schönen Stadt. Sich einen Coffee to go an der Train Station holen, am Opernhaus vorbeischlendern bis zum Mrs Macquaries Point und abschließend durch den Botanischen Garten - einfach ein Vibe. Einen tollen View auf den Hafen hat man vom Pylon Lookout auf der Harbour Bridge. Der hat aber einen Preis, Ende 2022 zahlten wir hierfür knapp 20€ pro Person - es hat sich aber gelohnt.
Ein weiteres Must do um den Hafen ist eine Fährfahrt nach Manly Beach und zurück unbedingt zum Sonnenuntergang, um die Stadt in ihrer vollen Pracht zu sehen. Manly Beach ist ein toller Strandort im nördlichen Teil der Stadt mit einem Strand, der zum Schwimmen und Surfen einlädt und einer Promenade voller Shops, Cafés und ganz viel Leben. Hier ist also nicht nur die Fährfahrt ein Erlebnis.
Und wenn wir schon bei Strandorten sind: Den Namen Bondi Beach hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört. Der Ort um den berühmten Strand ist Kult. Hier treffen sich Surfer, um Wellen zu catchen und Sonnenanbeter, so wie wir für einen Strandtag. Da die Wellen richtiges Schwimmen im Meer nicht zulassen, wurde ein Naturpool in den Felsen der Bucht erbaut, der von Meerwasser gespeist ist. Die berühmten Bondi Icebergs. Solche Rockpools findet man aber an der gesamten Ostküste sehr häufig, um den Menschen das Schwimmen zu ermöglichen. Schwimmen ist leider auch nicht nur wegen des Wellenganges häufig nicht möglich, sondern auch wegen der Gefahr von Haien oder Salzwasserkrokodilen im nördlichen Teil Australiens. Sydney hat heiße, sonnige Sommer im Peto, aber die Winter können sehr gerne mal nass und kalt sein. Eigentlich so gar nicht das, was man von Australien erwartet oder?
Ein weiterer, toller Stadtteil Sydneys ist Newtown, bzw das anliegende Erskineville. Ich hatte hier die Gelegenheit, einige Tage bei einer Gastfamilie zu wohnen. Kurz vorweg: Um die Kosten für eine Unterkunft zu sparen, machten wir wieder ein Workaway, also ein wenig Arbeit am Tag gegen Kost und Logie im Tausch. Wir kamen bei 2 ganz netten, waschechten Aussies unter. Peter und Jo hatten jeweils ein Haus in Erskineville und eines im Norden von Sydney, direkt am Strand. Dazu später mehr. Newtown ist unfassbar hip und cool. Es gibt viele Vintage Shops, Cafes und kleine Boutiquen mit allerlei. Der Ort ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Anliegend findest du auch den Sydney Park, nur einer von unfassbar vielen, wunderschön angelegten grünen Oasen mit vielen öffentlichen Freizeitbeschäftigungen und sogar einem Dog Cafe für die Spaziergänger mit Hund.
Nun zu Sydneys Norden; Da die Stadt wirklich riesig ist, echte australische Ausmaße eben, verirren sich gar nicht so viele Touristen in die tollen Strandorte. Unsere Gastfamilie hatte aber ein Strandhaus in Great Mackerel Beach, einem Ort, der nur per Fähre von Palm Beach aus zu erreichen ist. Mackerel Beach besteht quasi aus ca. 50 Häusern, entweder direkt am Strand oder in 2. Reihe. Es gibt keine Straßen und auch keine Autos, man ist hier mit Golfcaddies unterwegs und jeder kennt jeden. Jeden Freitag, Samstag und Sonntag Abend findet die sogenannte “Ladies Lounge” am Strand statt. Ab 5 Uhr Nachmittags dürfen die Hunde der Bewohner frei am Strand laufen und dazu stößt man an, mit Prosecco natürlich. Klingt nach einem guten Leben, oder? Das ist es auf jeden Fall.
Nun mag man meinen, in einem Ort, der so abgeschnitten ist, kann man gar nicht so viel erleben, dem ist aber nicht so. Der Wellenganz am Morgen lässt Kayak fahren oder Stand Up paddeln zu. Man kann außerdem hervorragend schwimmen. Am östlichen Teil des Strandes beginnt außerdem ein Wanderweg durch den Bush bis zum West Head Lookout. Auf dem Weg hierhin kommt man an 2 wunderschönen kleinen Buchten vorbei: dem Resolute und dem West Head Beach. Und sogar Wandbemalungen der Aborigines kann man am “Resolute Track” bestaunen. Mackerel Beach also ein toller Ort um dem Großstadttrubel zu entkommen. Ich bin wirklich sehr dankbar für die Erfahrung, in diesem kleinen Ort gewohnt haben zu dürfen.
Ebenso schön ist aber Palm Beach, wo der Fährableger für Mackerel Beach beheimatet ist. Besonders toll ist ein kleiner Hike zum Barrenjoeys Lighthouse. Echt australisch natürlich mit einem Flat White to go vom Cafe auf dem Weg in den Morgenstunden. Die Aussicht beim Leuchtturm ist wirklich wunderschön.
Melbourne
Zwischen Sydney und Melbourne herrscht seit ewig eine Art Kampf, wer die coolere Stadt ist. Das spürt man überall im Land auf eine lustige Art und Weise. Menschen aus Sydney machen sich über Menschen aus Melbourne lustig und haben Vorurteile und andersherum ist es genauso. Wenn du mich fragst, hat Melbourne das Rennen gewonnen, denn die Stadt ist wirklich einfach nur cool. Wir haben 10 Wochen in Melbourne verbracht, da ich in der Stadt gearbeitet habe und in den 10 Wochen gab es immer etwas Neues zu entdecken und uns wurde nie langweilig. So etwas habe ich bei einer Stadt selten erlebt. Ein Minus gibt es allerdings: Das Wetter. Und auch so etwas habe ich vorher noch nicht erlebt. Es kam wirklich vor, dass auf einem Samstag Temperaturen von 36°C herrschten und man am Sonntag bei 15°C frierte. Es regnet außerdem häufig oder es weht ein starker Wind. Also eigentlich so gar nicht das, was man sich unter Australien vorstellt.
Mit dem Befinden, Melbourne ist eine wirklich coole Stadt bin ich übrigens nicht alleine, so wurde sie einige Jahre in Folge zur lebenswertesten Stadt weltweit gekürt. Sie ist außerdem die Stadt mit den meisten Cafés in pro Fläche.
Sehenswert ist in Melbourne so einiges. Natürlich den gesamten Bereich um den Stadtkern, den sogenannten CBD mit Stores, Restaurants und einer Flaniermeile um den Fluss. Aber so richtig schön sind eigentlich eher die Viertel um das CBD herum. Bei Backpackern ist St. Kilda sehr beliebt. Wohl auch, weil es direkt am Wasser liegt. Hier gibt es viele Hostels, aber auch Restaurants und Cafés und jeden Sonntag findet am Strandabschnitt ein Markt statt.
Ein Hippes Viertel ist Fitzroy mit seinen Vintage Shops und gutem Dining. Jeden Samstag finden hier die Fitzroy Markets statt mit richtig vielen kleinen Ständen, aber auch Vintage Kleidung. Märkte in Australien sind einfach cool und sowieso immer einen Besuch wert. Die anliegenden Fitzroy Gardens laden zum spazieren gehen oder picknicken im Grünen ein. Das tut auch der botanische Garten. Besonders schön fand ich hier einen Spaziergang zur Golden Hour am Abend den man am Fluss mit Sonnenuntergang hinter der Skyline beendet.
Ein weiterer sehenswerter Stadtteil um den CBD ist Richmond. Hier gibt es ebenfalls eine lange Meile mit Shops, Restaurants und Cafés. Hippe Stadtteile kann Melbourne einfach.
Was Melbourne für mich aber auch ausmacht, sind die Vortorte. Wir wohnten im Süden der Stadt und hatten die Möglichkeit, einige Ecken auszukundschaften. Während unserer Zeit in Morrabbin fuhren wir gerne zum Brighton Beach. Hier gibts Strandfeeling mitten in der Stadt. Brighton Beach ist außerdem für seine bunten Badehäuser bekannt, die ein gutes Fotomotiv abgeben. In Morrabbin findest du übrigens die weltbesten Sandwiches. Also mal im Ernst, wir träumen heute noch davon. Der kleine Shop trägt den passenden Namen “Toast it”. Ganz ganz große Empfehlung!
Ein weiterer wunderschöner Vorort im Süden ist Black Rock. Eher ein verschlafener, kleiner Ort, aber direkt am Wasser mit richtig schönen Wegen auf den Klippen, die zu kilometerlangen Spaziergängen einladen. Vom Red Bluff Lookout hat man einen tollen Blick auf die Skyline und kann den Sonnenuntergang genießen. Im nicht allzu entfernten Sandringham fanden wir eine tolle Pizzeria, die Pizza auf neapolitanische Art herstellte: Hello Bello Pizza.
Gold Coast
Wenn es um die Gold Coast geht werde ich heute noch schwach. Ich wohnte einige Zeit in den sogenannten Hinterlands und verbrachte meine freie Zeit im Süden der Stadt. Und genau das macht es auch aus. Die Gold Coast ist vor allem für den Stadtteil um den Strand Surfers Paradise bekannt. Hier gibt es gute Wellen zu Catchen, der Stadtteil um den von Hochhäusern umsäumten Strand ist aber eher für seine Partymeile bekannt. Für mich wirkte die Meile wie ein bisschen asiatische Großstadt in Australien. Aber eben auch eine ganze Menge Clubs und Bars. Einmal rüberlaufen und gucken reichte mir.
Viel ruhiger und vor allem schöner sind die Strandorte im Süden der Stadt: Burgleigh Heads, Palm Beach und Currumbin sind nur einige Namen. Alle Stadtteile sind durch eine Promenade am Strand lang verbunden und besonders in den Morgenstunden tobt hier das Leben. Die Aussies machen Sport oder gehen mit ihren Hunden die erste Runde am Morgen, natürlich alle mit Kaffee in der Hand - einfach ein Vibe. In den Orten findest du einige der besten Cafés überhaupt. Allen voran die Paddock Bakery, die eine unglaublich ausgefallene Speisekarte bietet. Aber schon alleine ein Blick in die Kühltheke genügt und man kann sich absolut nicht entscheiden, was man hier essen möchte. Die Cookies sind hier ganz besonders gut. Erwähnenswert sind auch die Cafés Tarte Bakery, Good Day Coffee und The Salt Mill. Da ich die australische Frühstückskultur so sehr geliebt habe, waren wir meist nur fürs Frühstück außerhalb essen. Eine Ausnahme gemacht haben wir für das Restaurant Pavilion in Burgleigh. Hier gibt es unglaublich gute Pizza. Das Beste am Restaurant ist aber die Aussicht auf die Skyline der Gold Coast. Diese ist zum Sonnenuntergang besonders beeindruckend. Hier sollte man vorher einen Tisch reservieren.
Brisbane
Brisbane ist die Hauptstadt des Sunshine States Queensland und hat meiner Meinung nach gar nicht ganz so viel zu bieten wie Sydney und Melbourne. Nicht so viel soll aber nicht heißen nichts, denn 1-2 Tage kann man in der Stadt gut und gerne verbringen. Einen großen Pluspunkt gebe ich der Stadt nämlich: Das Wetter! Traumhaft schöner, heißer Sommer und die Wintermonate sind fast noch schöner: Strahlend blauer Himmel, meist 20°C und kaum Regen. Da Brisbane aber trotz Lage am Meer keinen richtigen Strandort zu bieten hat, wurde in der Southbank, also direkt am CBD eine Poollandschaft mit künstlichem Strand errichtet. Ein paar Cafes und Bars sind natürlich auch vor Ort, so dass man es sich hier einen Tag richtig gut gehen lassen kann. Und es wäre nicht Australien, wenn das Ganze nicht kostenlos wäre.
Die Promenade um den Brisbane River samt botanischem Garten lädt zum Spazieren gehen ein und einen Sonnenuntergang sollte man unbedingt am Kangaroo Point schauen. Der Blick auf den Fluss und die Skyline im Hintergrund ist wirklich schön. Viele Aussies treffen sich hier für ein BBQ, was den Vibe einfach perfekt macht.
Was man in Brisbane vergebens sucht, ist meiner Meinung nach ein hippes Viertel mit Vintage Läden und kleinen Boutiqen. Dafür ist das “Outdoor Shopping Center” um die Queen Victoria Mall aber absolut sehenswert und bietet alles an Einkaufsmöglichkeiten von Kleidung bis Technik und co.
Perth
Perth ist die Hauptstadt des Bundesstaates Western Australia, kurz WA und auch die einzige Großstadt im Westen des Landes. Sie liegt ungefähr auf der Höhe von Sydney und hat dadurch einen heißen Sommer, aber einen durchaus kühlen und vor allem nassen Winter. Wie aber fast alle anderen Großstädte des Landes liegt sie direkt am Meer und ich würde behaupten, mit den Stadtstränden kann kaum eine andere Stadt Australiens mithalten. Pure, weiße Sandstrände mit klarem, türkisen Wasser. Man kann hier schnorcheln, surfen oder eben einfach die Sonne genießen. Perths Klima ist meiner Meinung nach aber rauer, als das der anderen Städte in Australien. Schon ein wenig wie im Outback, so ist es trocken, wenn es heiß ist und gerne mal sehr windig.
Um Perths CBD liegt der wunderschöne Kings Park. Der Park inklusive botanischem Garten erstreckt sich über eine Fläche von 4,06km2 und bietet bei einem Spaziergang tolle Ausblicke über das Meer und die Skyline.
Ein Vorort den wohl jeder kennt, der mal in Perth gewesen ist, ist Fremantle, kurz Freo (Aussie halt). Die Gegend im Süden Perths hat natürlich Strandlage und unglaublich viele Cafes, Restaurants und Shops. Viel Vintage und ganz viel Angebot zum Schlendern.
Der Stadtteil Scarborough ist bekannt für seine Sunsetmarkets im Sommer. Hier treffen sich Jung und Alt um den Sonnenuntergang zu feiern. Es wird ein DJ Set geboten und einiges an Streetfood. Jeden Donnerstag wird hier zum Sonnenuntergang getanz - richtig cool und ein absolutes Muss in Perth.
Weiter im Süden, am Coogee Beach Park liegt ein Schiffswrack, das Omeo Wrek, welches mit seinem klaren Wasser zum Schnorcheln einlädt.
In Cottesloe, wo es übrigens auch schöne Strände gibt, ist der North Street Store ein absolutes Highlight. Hier gibt es frisches Brot, Hausgemachtes wie z.B. Sauerkraut, richtig guten Kaffee und Sandwiches aber vor allem die berühmten Zimtschnecken! Himmel, sind die gut!
Ein paar persönliche Empfehlungen auf einen Blick
Hello Bello Pizza, Sandringham (Melbourne)
Toast it!, Morrabbin (Melbourne)
Paddocks Bakery, Burgleigh Heads
Pavilion, Burgleigh Heads (zum Sonnenuntergang)
The Salt Mill, Currumbin
The North Street Store, Perth
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